Kasachischer Jubel - Katz stark

Andreas Katz, Tour de Ski, Oberstdorf (6.1.16), Massenstart

Tour de Ski

Kasachischer Jubel - Katz stark

Enger kann ein Rennen nicht ausgehen: Beim Massenstart der Herren in Oberstdorf musste das Zielfoto entscheiden. Am Ende hatte der Kasache Alexej Poltoranin um Haaresbreite die Nase vorn. Ein feines Rennen lieferte auch Andreas Katz ab.

Höchstspannung bis zum Schluss: Alexej Poltoranin und das Schweizer Langlauf-Ass Dario Cologna haben sich am Mittwoch im Massenstart über 15 Kilometer einen Fight bis auf die letzten Zentimeter geliefert. Nach der Auswertung des "Films" konnte der Kasache jubeln und die Glückwünsche als Sieger in Oberstdorf entgegennehmen. Platz drei ging an den Italiener Francesco De Fabiani. Derweil erwischte der Gamtführende Martin Johnsrud Sundby aus Norwegen einen rabenschwarzen Tag und wurde mit 56,3 Sekunden Rückstand auf den Sieger nur 23.

"Ein unvergesslicher Moment"

Mit den Podestplätzen hatten die deutschen Läufer zwar nichts zu tun, doch sie setzten Akzente und lassen neue Hoffnungen im DSV-Lager aufkeimen. An erster Stelle Andreas "Andi" Katz aus Baiersbronn, der mit Platz acht aufhorchen ließ. Gerademal sechs Sekunden trennten ihn vom Platz an der Sonne. Dabei hatte der Schwarzwälder auf der vorletzten Schleife sogar das Weltklasse-Feld eine halbe Runde lang angeführt. "Ein unvergesslicher Moment", gestand er. Und das, obwohl er aufgeregter war als sonst. "Ich hatte gehörigen Respekt vor der Strecke und war heilfroh, als ich die Abfahrten sturzfrei runtergekommen bin."

Der Traunsteiner Jonas Dobler stand seinem Kollegen Katz kaum nach und fuhr mit 14,6 Sekunden Rückstand auf den 14. Rang. Für Thomas Bing (Rhön/+ 55,9 s) stand Platz 22 zu Buche, Lucas Bögl (Gaißach/+2:24 Min.) landete auf dem 50. Platz.

Sprinter Eisenlauer nicht mehr dabei

Sebastian Eisenlauer

Sebastian Eisenlauer

Derweil ist Langläufer Sebastian Eisenlauer  vorzeitig aus der Tour de Ski ausgestiegen. Der Sonthofener trat am Mittwoch nicht mehr zur fünften Etappe an. Eisenlauer hatte am Dienstag in Oberstdorf erstmals in seiner Karriere ein Sprintfinale im Weltcup erreicht und mit Platz sechs sein bestes Weltcup-Ergebnis überhaupt geholt. Der Ausstieg von Eisenlauer kommt nicht überraschend. Wie schon in den vergangenen Jahren steigen viele Sprinter nach ihrer letzten Spezialdisziplin aus und tun sich die schweren Schlussetappen nicht mehr an. Eisenlauer hatte als 59. ohnehin nichts mit dem Ausgang der Tour zu tun.

jmd/dpa/sid | Stand: 06.01.2016, 16:00

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