Deutsche Kufenflitzer enttäuschen in Calgary

Samuel Schwarz

Weltcup

Deutsche Kufenflitzer enttäuschen in Calgary

Eisschnellläufer Samuel Schwarz ist beim Sprint-Weltcup in Calgary hinterher gefahren. Und auch für die Berlinerin Jenny Wolf lief es alles andere als optimal.

Die deutschen Eissprinter sind am ersten Tag des Eisschnelllauf-Weltcups in Calgary mit dem schnellen Eis nicht zurechtgekommen. Samuel Schwarz verpasste über 1000 Meter den erstmaligen Sprung an die Spitze des Weltcup-Klassements deutlich. Der 29-jährige Berliner kam nach drei Podestplatzierungen in diesem Winter in 1:08,66 Minuten nur auf den zwölften Platz.  "Ich hatte mir mehr vorgenommen. Es war mir aber schon klar, dass ich angesichts dieser Dichte nicht jedes Mal gewinnen kann oder auf das Podest steige", meinte Schwarz. "Vielleicht habe ich mich zu sehr unter Druck gesetzt. Der Lauf war unruhig, unrund. Beim Start bin ich weggerutscht, da wollte ich es gut machen und habe in der Hektik noch mehr Fehler gemacht", gab er sich selbstkritisch.

Der Sieg ging in 1:07,49 an den Olympiasieger Shani Davis aus den USA. Der Niederländer Kjeld Nuis übernahm als Zweiter in 1:07,64 Minuten die Weltcup-Führung mit 390 Punkten. Samuel Schwarz rutschte hingegen von Rang zwei auf Platz vier ab ( 335 ). Bester Deutscher in Calgary war der Chemnitzer Nico Ihle, der in 1:08,52 Minuten Elfter wurde. "Ich bin sehr zufrieden. Es geht wieder in die richtige Richtung", sagte der Sachse.

Ihle läuft deutschen Rekord

Ihle knackte danach als erster deutscher Eisschnellläufer die 35-Sekunden-Marke über 500 Meter. Der 29-jährige Sachse verbesserte am Samstag ( Ortszeit ) in der B-Gruppe beim Weltcup in Calgary in 34,90 Sekunden den deutschen Rekord seines ein Jahr jüngeren Bruders Nico. Dieser hatte den Rekord seit dem 21. März 2009 mit 35,04 Sekunden in seinem Besitz. Denny Ihle belegte mit seiner Topzeit in der B-Gruppe Rang drei, während Nico in 35,08 Sekunden Sechster wurde. Den Sieg in der A-Gruppe sicherte sich der Niederländer Jan Smeekens in 34,32 Sekunden.

Wolf nach Fehler nur Achte

Jenny Wolf

Jenny Wolf wartet auch im neuen Jahr auf den ersten Weltcup-Sieg der Saison. Die 33 Jahre alte Berlinerin lief über 500 m nach einem Fehler in der zweiten Kurve in 37,69 Sekunden nur auf den achten Platz. Der Sieg ging einmal mehr an Olympiasiegerin Lee Sang-Hwa (Südkorea/36,99), die in der laufenden Saison jedes Weltcuprennen über diese Distanz gewonnen hat. Lee unterbot damit als zweite Frau überhaupt die 37-Sekunden-Marke. Dies war vor ihr lediglich der chinesischen Weltrekordlerin Yu Jing (36,94) gelungen, am 29. Januar vergangenen Jahres ebenfalls auf dem schnellen Eis von Calgary. Jenny Wolf weist als Nummer drei der "ewigen" Bestenliste eine persönliche Bestzeit von 37,00 Sekunden aus dem Jahr 2009 in Salt Lake City auf.

Im Duell gegen Lee hatte Wolf die beste Startzeit auf das Eis gebracht und damit gute Chancen auf den Triumph: "Leider ist sie die zweite Kurve nicht optimal gelaufen", sagte Teamleader und Chefbundestrainer Markus Eicher. Über die 1.000 Meter setzte sich Heather Richardson aus den USA durch. Sie verwies mit deutlichem Abstand die Kanadierin Christine Nesbitt und Brittany Bowe aus den USA auf die Plätze. Monique Angermüller aus Berlin wurde 13.

re / sid / dpa | Stand: 20.01.2013, 10:17

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