Weltrekord für Medwedewa - Schott verbessert sich

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Eiskunstlauf-WM | Kür der Damen

Weltrekord für Medwedewa - Schott verbessert sich

Nicole Schott kann letztlich zufrieden von der Eiskunstlauf-WM abreisen. Sie lief zum besten Ergebnis ihrer Karriere und sicherte ein Olympia-Ticket. Den Sieg holte sich die Titeltverteidigerin mit Weltrekord.

Nicole Schott ist am Freitag in Helsinki zu ihrem besten Ergebnis bei einer Eiskunstlauf-WM gelaufen. Nach verpatztem Kurzprogramm und Rang 24 zeigte sie in der Kür trotz einiger Wackler einen besseren Auftritt und wurde am Ende mit 161,41 Punkten 19. Damit sicherte die Essenerin der Deutschen Eislauf-Union einen Startplatz bei Olympia 2018.

Titelverteidigerin Medewdewa mit persönlicher Bestleistung

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Gold sicherte sich in erwartet überlegener Manier die Russin Jewgewnija Medewdewa, die mit einem fehlerfreien Auftritt zu neuer persönlicher Kür-Bestleistung und Gesamt-Weltrekord lief. Mit 154,40 Zählern aus der Kür und insgesamt 233,41 Punkten distanzierte die 17-jährige Titelverteidigerin die Verfolger um mehr als 15 Punkte.

Osmond und Daleman jubeln - Pogorilaya weint

Platz zwei und drei gingen erstmals in der WM-Geschichte an zwei Kanadierinnen. Kaetlyn Osmond und Gabriella Daleman verteidigten ihre Platzierungen aus dem Kurzprogramm und bejubelten ihre ersten Medaillen bei einer WM oder Olympischen Spielen. Vor Medewdewa, Osmond und Daleman, die überzeugende Auftritte auf das Eis legten, sahen die rund 7.000 Zuschauer viele Stürze und Nerven bei Mitfavoritinnen. Am schlimmsten erwischte es dabei die Russin Anna Pogorilaya, die nach Platz vier im Kurzprogramm in der Kür viermal stürzte und letztlich nur 13. wurde. Noch auf dem Eis weinte die 18-Jährige bitterliche Tränen. Auch Landsfrau Maria Sotskowa büßte Plätze ein, sie rutschte von Platz sechs auf Rang zehn ab.

"Nicole hat großes Potenzial"

Schott wurde für ihren Auftritt dagegen Lob. "Nicole hat noch große Reserven, aber der Druck, den Olympia-Startplatz zu holen war enorm groß", sagte Trainer Michael Huth. Seine Schülerin ging ungewohnt angespannt auf das Eis, sprang den Flip nur doppelt und riss die Kombination von zwei dreifachen Toeloops auf. Danach hatte sie sich im Griff und kämpfte sich zum begehrten Olympia-Platz. "Ich hatte das die ganze Zeit im Hinterkopf", gab die Bundeswehrsoldatin zu, die in der Kür zu Frederic Chopins Nocturne No. 20 Saisonbestleistung lief. "Nicole hat inzwischen ein sehr ausgewogenes Leistungsniveau erreicht", sagte Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union. "Wir hätten uns alle die dreifach-dreifach-Kombination gewünscht, aber ich weiß, war sie für ein Potenzial hat". Und Huth bestätigte: "Da wächst eine heran. Es lohnt sich, mit ihr zu arbeiten, weil sie gereift ist."

dh | Stand: 31.03.2017, 21:01

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