Lorenz/Polizoakis erreichen Kür - Kanadier führen deutlich

Eiskunstlauf-WM

Eiskusntlauf-WM | Eistanz

Lorenz/Polizoakis erreichen Kür - Kanadier führen deutlich

Die deutschen Eistanz-Meister haben es bei der WM ins Kür-Finale geschafft. Eine Verbesserung zum Vorjahr dürfte aber schwer werden. Eistanz-Gold scheint bereits vergeben, der Kampf um die restlichen Medaillen dürfte eng werden.

Die Oberstdorfer Eistänzer Kavita Lorenz und Joti Polizoakis haben bei der Eiskunstlauf-WM in Helsinki den Sprung in die Kür am Samstag geschafft. Das in den USA trainierende Duo landete beim Kurztanz am Freitag auf dem 20. und letzten Quali-Platz. Die Vorjahres-17., die bereits in der zweiten von sieben Startgruppen ran mussten, erhielten für ihre Vorstellung 57,10 Punkte.

Virtue/Scott nach zwei Jahren Pause auf Goldkurs

Eiskunstlauf-WM

Deutlich in Führung liegen mit 82,43 Zählern die Kanadier Tessa Virtue und Scott Moir. Den zweifachen Weltmeistern und Olympiasiegern von 2010, die nach zweijähriger Pause auf dem Eis in dieser Saison ein Comeback feierten, dürfte die Goldmedaille kaum noch zu nehmen sein. Platz zwei hinter Virtue/Moir belegen die Franzosen Gabriella PApadakis und Guillaume Cizeron. Die Titelverteidiger bekamen 76,89 Punkte. Rang drei haben nach dem Kurztanz die die US-Amerikaner Madison Hubbell/Zachary Donohue (76,53) inne.

Acht Duos innerhalb von vier Punkten

Hinter Platz eins ist der Kampf um die weiteren Medaillen sehr eng. Madison Chock/Evan Bates (USA) haben nur winzige 0,27 Punkte Rückstand auf Rang drei. Zwischen Platz zwei und den neuntplatzierten Kanadiern Piper Gilles/Paul Poirier liegen nur vier Punkte.

Lorenz/Polizoakis müssen um Olympia bangen

Das deutsche Duo Lorenz/Polizoakis wird mit der Medaillenvergabe nichts zu tun haben und muss auch um das Ticket für Olympia 2018 bangen. Der Weltverband ISU vergibt bei der WM nur an 19 Eistanz-Paare die Startberechtigung für Pyeongchang. Die beiden 21-Jährigen verbesserten sich mit ihren 57,10 Punkten zwar im Vergleich zum Vorjahr, haderten dennoch mit dem Punktgericht: "Wir wissen nicht, warum wir so wenig Punkte bekommen haben. Vielleicht lag es an der frühen Startzeit", sagte Polizoakis. "Wir sind erst seit zwei Jahren zusammen und haben uns gesteigert", meinte Lorenz. Mit ihren Blues- und Hip-Hop-Klängen zu Titeln von Michael Jackson begeisterten die Deutschen zwar die 7.000 Besucher in der Hartwall Arena, technisch gibt aber noch Potenzial. "Im Eistanz geht es nicht so schnell nach oben", betonte Bundestrainer Martin Skotnicky. "Sie kommen vom Einzellauf und brauchen eine gewisse Zeit."

dh/dpa | Stand: 31.03.2017, 15:31

Darstellung: