Starke Hanyu-Aufholjagd - Fentz 20.

Eiskunstlauf-WM in Helsinki, Kür der Herren, Yuzuru Hanyu

Eiskusntlaufen | WM in Helsinki

Starke Hanyu-Aufholjagd - Fentz 20.

Der Japaner Yuzuru Hanyu ist zum zweiten Mal Weltmeister. Der Favorit der vergangenen Jahre siegte diesmal aus Außenseiterposition und mit Weltrekord. Paul Fentz aus Berlin sicherte das Olympia-Ticket.

Nach zwei vergeblichen Versuchen bei Weltmeisterschaften hat sich der Japaner Yuzuru Hanyu gegen seinen spanischen Dauerrivalen Javier Fernandez durchgesetzt. Der 22-jährige Olympiasieger gewann am Samstag (1.4.2017) bei den Titelkämpfen in Helsinki Gold mit dem Kür-Weltrekord von 223,2 Punkten.

Hanyu von Platz fünf zu Gold

Eiskunstlauf-WM in Helsinki, Kür der Herren, Yuzuru Hanyu

Jubel bei Yuzuru Hanyu

In der über alle Teilnehmer hochklassigsten Kür der Eiskunstlauf-Geschichte kletterte Hanyu mit der Bestmarke noch von Platz fünf aus dem Kurzprogramm auf das oberste Siegertreppchen. "Ich bin unheimlich glücklich", sagte Hanyu nach seinem Auftritt noch in der Hartwall-Arena. "Ich war mit dem Kurzprogramm gar nicht einverstanden. Also habe ich die letzten Tage mehr und mehr trainiert. Ich habe sehr viel getan, dass ich dieses Niveau erreichen konnte."

Ferndanez stürzt auf Rang vier ab

Eiskunstlauf-WM in Helsinki, Kür der Herren, Javier Fernandez

Einer der beiden Stürze von Javier Fernandez.

Hanyu setzte sich mit dem Gesamtwert von 321,59 Punkten knapp gegen seinen Landsmann Shoma Uno (319,31 Punkte) und den Chinesen Boyang Jin (303,58 Punkte) durch. Top-Favorit Javier Fernandez aus Spanien, der in den vergangenen beiden Jahren WM-Gold gewann und auch nach dem Kurpzrogramm führte, leistete sich zwei Stürze beri Vierfachsprüngen und rutschte noch auf Rang vier ab.

Fentz läuft als 20. zu Olympia-Ticket

Eiskunstlauf-WM in Helsinki, Kür der Herren, Paul Fentz

Paul Fentz.

Paul Fentz aus Berlin sicherte der Deutschen Eislauf-Union mit Rang 20 einen Quali-Rang für Olympia 2018. Der 24-Jährige zeigte zu Klängen von Pink Floyd eine solide Leistung. Seine beiden vierfachen Toeloops stand der deutsche Vize-Meister sogar. "Ich freue mich so, endlich einmal die beiden Toeloops hingekriegt zu haben, ich bin mega-froh", freute er sich nach dem Wettkampf. Einen Sturz konnte er beim dreifachen Axel nicht vermeiden, doch er kämpfte. Als ein Lutz am Ende der anstrengenden 4:30-Minuten-Vorstellung nur doppelt geriet, improvisierte er und wiederholte ihn. Mit Rang 20 bei seiner ersten Weltmeisterschaft war Fentz sehr zufrieden. Anders als im Kurzprogramm, als er zu neuer persönlicher Bestmarke lief, verpasste er in der Kür mit 144,02 Zählern einen neuen Rekord (153,17).

Trainerin Oesterreich: "Noch mehr rausholen"

"Ich bin stolz auf den Burschen, ich finde, er hat in diesem Jahr einen richtigen Sprung gemacht", sagte Trainerin Romy Oesterreich. "Die Gesamtausstrahlung ist gut, er kann mithalten. Aber er kann noch mehr rausholen." Während sich ihr Schüler früher nur auf das Eislaufen konzentrierte, betreibt er nun diverse andere Sportarten und wirkt austrainierter. Für die olympische Saison hat er sich nun vorgenommen, die deutsche Nummer eins zu bleiben, auch wenn der zuletzt am Knie verletzte deutsche Meister Peter Liebers zurückkommt. "Klar, ich habe jetzt meine Erwartungen", meinte er.

dh/dpa | Stand: 01.04.2017, 14:11

Darstellung: