Starker Auftakt der deutschen Paare

Aliona Savchenko und Bruno Massot

Eiskunstlauf-EM in Bratislava

Starker Auftakt der deutschen Paare

Die Olympiasieger liegen souverän in Führung, aber gleich beide deutschen Eiskunstlaufpaar haben beste Chancen auf Medaillen. Nach dem Kurzprogramm liegen die deutschen Duos auf den Plätzen zwei und vier.

Das deutsche Toppaar Aljona Savchenko/Bruno Massot zeigte beim Debüt auf internationalem Eis ein eindrucksvolles Debüt. Mit 75,54 Punkten liegt das Duo auf dem zweiten Platz hinter den Olympiasiegern von Sotschi 2014, den Russen Tatjana Wolossoschar und Maxim Trankow mit 79,77 Punkten.

Überraschend auf Platz vier ist das zweite deutsche Paar Mari Vartmann und Ruben Blommaert, das bei seinem EM-Debüt auf 62,90 Punkte kam. Auf Platz drei nach dem Kurzprogramm liegt das russische Duo Jewgenija Tarasowa und Wladimir Morosow, betreut vom ehemaligen deutschen Paarläufer Robin Szwolkowy, mit 70,17 Punkten.

Die 16 Paare in Bildern

16 Paare, 16 Kurzprogramme - hier gibt's den Auftakt der Paarläufer bei der Eiskunstlauf-EM in Bratislava in Bildern.

Anna Marie Pearce und Mark Magyar

Anna Marie Pearce und Mark Magyar (Ungarn)

Die gebürtige US-Amerikanerin und ihr Partner, die amtierenden ungarischen Meister, eröffneten die Wettkämpfe zu den Klängen von Hans Zimmer aus dem Kinofilm "Mission Impossible II". Ein Ausrutscher bei der Todesspirale war nicht der einzige Patzer, der dem Paar, das noch nicht lange zusammenläuft, eine Topplatzierung mit nur 36 Punkten nach dem Kurzprogramm kostete.

Anna Marie Pearce und Mark Magyar (Ungarn)

Die gebürtige US-Amerikanerin und ihr Partner, die amtierenden ungarischen Meister, eröffneten die Wettkämpfe zu den Klängen von Hans Zimmer aus dem Kinofilm "Mission Impossible II". Ein Ausrutscher bei der Todesspirale war nicht der einzige Patzer, der dem Paar, das noch nicht lange zusammenläuft, eine Topplatzierung mit nur 36 Punkten nach dem Kurzprogramm kostete.

Tatiana Danilowa und Mikalai Kamiantschuk (Weißrussland)

Mit einem dreifachen Salchow setzten die beiden früh in ihrem Kurzprogramm einen ersten Höhepunkt zu den Musicalklängen von "Don Juan" - und wunderbar rund ging's weiter. Der Lohn am Ende beim EM-Debüt: 48,72 Punkte nach dem Kurzprogramm.

Alexandra Herbrikowa und Nicolas Roulet (Schweiz)

Die gebürtige Slowakin und ihr schweizer Partner zeigten ein düsteres Kurzprogramm zu den Klängen von Charlie Clousers "Dead Silence". Einige Dreifachsprünge blieben nur zweifach, Doppelaxel statt Salchow und einige weitere Schwächen. Da half auch eine wunderbare "Todesspirale" nichts. 36,36 Punkte nach dem Kurzprogramm.

Goda Butkute und Nikita Ermolaew (Litauen)

Auch die litauischen Meister feierten ihr Debüt bei Europameisterschaften. Mit Risiko und Mut und einem dreifachen Wurflutz starteten sie in ihr Kurzprogramm zur Musik "Sing sing sing" von Louis Prima. Weiter ging's mit Dreifachsalchow und Wurfflip - das Paar hatte sich einiges vorgenommen. Ein Sturz der erst 16-jährigen Butkute kostete aber die Führung. Mit 46,85 Punkten reihten sich die Litauer hinter den Weißrussen ein.

Aliona Savchenko und Bruno Massot (Deutschland)

Auf diesen Moment haben nicht nur die deutschen Eiskunstlauffans lange gewartet: der erste Auftritt des Duos in einem internationalen Wettkampf. Können Savchenko/Massot schon um den Titel mitlaufen? Das Kurzprogramm zu Melodien aus dem "Cirque de Soleil" begann mit einem sensationellen Wurflutz, gefolgt vom Wurfsalchow - beides fehlerfrei. Ein leichter Wackler von Massot beim Toeloop - der einzige Patzer in einem ansonsten fehlerfreien Kurzprogramm. Internationales Debüt geglückt - mit 75,54 Punkten übernahm das deutsche Duo die Führung.

Marcelina Lech und Aritz Maestu (Spanien)

Die gebürtige Polin und der Spanier genossen den EM-Auftakt sichtlich. "La vita e bella" drang aus den Lautsprechern, dazu zeigte das Duo ein frühlingshaft-lockeres Kurzprogramm, das fast schon zum Mitschunkeln anregte. Freilich fehlte der Glanz, den zuvor Savchenko/Massot verbreitet hatten. Das spanische Duo dennoch zufrieden mit 40,46 Punkten.

Adel Tankowa und Evgeni Krasnopolski (Israel)

Der dreifache Wurflutz zu Beginn nur zweifach, auch der Dreifach-Toelopp nicht perfekt - prompt folgte ein von einem Sturz und weiteren kleinen Patzern durchsetztes Kurzprogramm. Die erst 15-Jährige und ihr 27-jähriger Partner, beide gebürtige Ukrainier und zum Training in den USA, waren bei ihrem EM-Debüt zu nervös. "I put a spell on you", verhieß die Musik. Der Eiszauber blieb aber aus.

Mari Vartmann und Ruben Blommaert (Deutschland)

Die Wahl-Obertsdorfer im Schatten von Savchenko/Massot legten mit einem sauberen Wurflutz und Wurfsalchow los, dazu ein perfekt synchroner dreifacher Toeloop - sollten sie zum erfolgreichen "Stranger in Paradise" werden, den Sarah Brightmans Stimme aus den Lautsprechern besang? Das deutsch-belgische Duo lieferte ein tolles EM-Debüt. Der Lohn: 62,90 Punkte und zunächst Platz zwei hinter Savchenko/Massot.

Valentina Marchei und Ondrej Hotarek (Italien)

Die Viertplatzierten der vergangenen Europameisterschaften erhoffen sich diesmal einen Platz auf dem Podest. Ein Sturz beimd reifachen Wurflutz zerstörte den Medaillentraum schon früh. Die Spannung war dahin, eine wacklige Todesspirale und ein insgesamt durchwachsenes Kurzprogramm folgten. Die Enttäuschung unmittelbar nach dem Kurzprogrammende in den Gesichtern zu sehen.

Bianca Manacorda und Niccolo Macii (Italien)

Das EM-Debüt der "Nesthäkchen": 18 und 20 Jahre jung sind die beiden Mailänder Studenten, die bei ihrem EM-Debüt natürlich leicht nervös waren. Manacroda musste bei den Wurffiguren ins Eis greifen, dafür saß der Dreifach-Toelopp bei beiden, auch die Todesspirale solide. 44,71 Punkte - ein gutes Debüt des jungen italienischen Duos.

Kristina Astakhowa und Alexei Rogonow (Russland)

Dramatische Klänge beim ersten russischen Paar auf dem Eis: Der Soundtrack "The Artist" von Ludovic Bource untermalte ein eindrucksvolles Kurzprogramm, dem allerdings die Perfektion des Programms von Savchenko/Massot fehlte. Und auch am zweiten deutschen Team kamen die Russen nicht vorbei. 60,63 Punkte - vorerst Platz drei für Kristina Astakhova und Alexei Rogonov.

Miriam Ziegler und Severin Kiefer (Österreich)

Zwei Österreicher, die in Berlin trainieren unterwegs zu den Klängen der isländischen Sängerin Björk. "It's Oh So Quiet", sang die. Dazu wurde es in der Halle auch ruhig. Das Kurzprogramm unterhaltsam, Trainer Knut Schubert war zufrieden. "Lasst Euch mal knuddeln", hieß es unmittelbar nach der Kür. 52,96 Punkte - das bedeutete mit neuer persönlicher Bestleistung vorerst Platz fünf.

Vanessa James und Morgan Cipres (Frankreich)

Vierfache französische Meister, aber noch nie eine Medaille bei internationalen Wettkämpfen gewonnen. Vierte waren sie bei der EM 2013. Und diesmal? Ein tolles Kurzprogramm, egal ob bei den Würfen, Hebefiguren oder den Synchronsprüngen. "I put a speel on you", krächzte Joss Stone aus den Lautsprechern - und dann stürzte die gebürtige Kanadierin Vanessa James überraschend bei der Todesspirale. 62,10 Punkte gab es noch, PLatz drei vorerst. Aber ohne Sturz wäre Platz eins locker drin gewesen.

Jewgenija Tarasowa und Wladimir Morosow (Russland)

Ein junges hoffnungsvolles Duo aus Russland, gecoacht vom ehemaligen deutschen Paarläufer Robin Szwolkowy. Ein Kurzprogramm mit Licht (Wurflutz, Hebefiguren) und Schatten (Dreifach-Toeloop, Todesspirale). Insgesamt aber eine technisch saubere Vorstellung, die mit 70,17 Punkten belohnt wurde. Platz zwei hinter Savchenko/Szolkowy.

Tatjana Wolossoschar und Maxim Trankow (Russland)

Die Olympiasieger von Sotschi 2014 mit einem Auftritt aus einer anderen Welt. Fehlerfrei, voller Anmut - wenn es so etwas wie ein perfektes Kurzprogramm gibt, war das russische Duo sehr nahe dran. 79,77 Punkte für ein eigenwilliges Kurzprogramm zu den Bollywoodklängen "Nagada Sang Dhol" von Siddharth-Garima. Der klare Platz eins für die Olympiasieger, die eindrucksvoll ihre Ansprüche auf den EM-Titel unterstrichen haben.

Nicole della Monica und Matteo Guarise (Italien)

Mit den italienischen Meistern endete der erste Tag der Paarläufer bei der EM in Bratislava. Zu den Klängen des klassisch angehauchten "Magnificat" von Mina zeigten die Italiener ein ordentliches Kurzprogramm, das natürlich nach dem eindrucksvollen Auftritt von Wolossoschar/Trankow unmittelbar zuvor etwas abfiel. 61,51 Punkte bescherten den Italienern im Zwischenklassement Platz sechs.

Die Entscheidung live in der ARD

Am Samstag geht es um Medaillen: Um 10.00 Uhr beginnt die Kür der Paare. Wir übertragen die Entscheidung auf EinsFestival und im Livestream auf Sportschau.de.

beb | Stand: 29.01.2016, 16:40

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