Eistanz-Titel nach Kanada – Lorenz/Polizoakis verpassen Olympia

Eiskunstlauf-WM in Helsinki - Tessa Virtue und Scott Moir, Gabriella Papadakis und Guillaume Cizeron, Maia und Alex Shibutani

Eiskunstlauf-WM | Eistanz

Eistanz-Titel nach Kanada – Lorenz/Polizoakis verpassen Olympia

Bei der Eiskunstlauf-WM haben von den deutschen Startern nur die Eistänzer die Olympia-Qualifikation verpasst und müssen auf eine zweite Chance im Gold ging an ein Comeback-Paar aus Kanada.

Den letzten Titel bei der Eiskunstlauf-WM in Helsinki haben die Kanadier Tessa Virtue und Scott Moir gewonnen. Im Eistanz liefen die Olympiasieger von 2010 trotz kleiner Fehler zu ihrem dritten WM-Gold. Virtue/Moir setzten sich mit insgesamt 198,62 Punkten knapp gegen die französischen Titelverteidiger Gabriella Papadakis und Guillaume Cizeron (196,04) und die US-Amerikaner Geschwister Maia und Alex Shibutani durch.

Lorenz/Polizoakis 19. - Nächste Olympiachance im September

Eiskunstlauf-WM in Helsinki - Kavita Lorenz und Joti Polizoakis

Die deutschen Meister Kavita Lorenz und Joti Polizoakis blieben als 19. hinter ihren Erwartungen. Nach Rang 20 im Kurzprogramm konnten sie sich nicht mehr entscheidend verbessern und und verpassten auch die Olympia-Qualifikation, für die letztlich ein Rang unter den besten 15 nötig gewesen wäre. Die Schützlinge von Starcoach Igor Shpilband haben muss nun die zweite und letzte Olympiachance bei der Nebelhorn-Trophy im Herbst auf heimischem Eis in Oberstdorf suchen. Dann werden im Allgäu die letzten fünf Eistanz-Tickets nach Südkorea vergeben.

Savchenko/Massot, Schott, Fentz sichern Olympia-Ticket

Die anderen deutschen Starter sicherten der Deutschen Eislauf-Union dagegen das Ticket für Südkorea. Bei den Paarläufern kamen Aljona Savchenko und Bruno Massot sogar zu Silber, bei den Damen erreichte Nicole Schott als 19., bei den Herren Paul Fentz als 20. den Quotenplatz.

Virtue/Moir nicht fehlerfrei zu Gold

Eiskunstlauf-WM in Helsinki - Tessa Virtue und Scott Moir

Im Kampf um den WM-Titel im Eistanz profitierten Tessa Virtue und Scott Moir, die nach zwei Jahren Pause in diesem Jahr ein Fabel-Comeback mit Siegen bei der Landesmeisterschaft, dem Four-Continents-Turnier und schließlich der WM feierten, von ihrem großen Vorsprung von sechs Punkten aus dem Kurztanz. In der Kür zeigten die Franzosen Papadakis/Cizeron den besseren Auftritt. "Wir wissen genau, was für ein starkes Programm sie haben", lobte Moir die Vorjahressieger noch in der Arena. "Sie haben so eine Präsenz auf dem Eis, sie sind körperlich und künstlerisch sehr stark, haben eine extrem positive Ausstrahlung", sagte seine Partnerin Virtue. Moir blickte bereits auf die Olympia-Saison und ergänzte: "Es hat einen großen Spaß gemacht, sich mit ihnen zu messen. Das wird nächstes Jahr ein harter Kampf."

Aufholjagd bringt Geschwistern Bronze

Mit einer starken Aufholjagd zu Bronze kamen noch die Vorjahres-Zweiten Maia Shibutani und Alex Shibutani, sie mit 110,30 Punkten von Rang fünf noch zu Edelmetall liefen. Die US-Amerikaner profitierten von vielen Fehlern von Madison Hubbell und Zachary Donohue, die von Rang drei noch auf Platz neun abstürzten.

dh/sid | Stand: 01.04.2017, 19:22

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