Savchenko/Massot begeistern in Helsinki

Aliona Savchenko und Bruno Massot während des Kurzprogramms

Kurzprogramm im Paarlauf

Savchenko/Massot begeistern in Helsinki

Dieses Kurzprogramm konnte sich sehen lassen: Deutschlands Vorzeigepaarläufer Aljona Savchenko und Bruno Massot liegen bei der Weltmeisterschaft in Helsinki zur Halbzeit auf dem zweiten Platz. Die Entscheidung fällt am Donnerstag.

Mit besten Medaillenchancen gehen Aljona Savchenko und Bruno Massot am Donnerstag (30.03.2017) in die entscheidende Kür. Nach einem beherzten, stimmigen Kurzprogramm liegt das deutsche Paar mit 79,84 Punkten auf dem zweiten Platz hinter den schwungvollen Chinesen Sui Wenjing und Han Cong (81,23).

Gold ist in Reichweite

Nach ihrem mitreißenden Lindy Hop fielen sich die Schützlinge von Trainer Alexander König in die Arme. Anders als bei den europäischen Titelkämpfen konnte das Duo auf dem Eis Vollgas geben. Savchenko hatte ihren Bänderanriss im Knöchel auskuriert, ihr französischer Partner seine Rückenprobleme im Griff. Sogar die Führung war möglich. Das deutsche Duo kam fast fehlerfrei durch, eine nicht ganz saubere Landung des dreifachen Wurfaxels sorgte wohl für die entscheidenden Abzüge. Bei der Kür am Donnerstag ist Gold aber auf jeden Fall noch drin. Bei der Europameisterschaft hatten Savchenko/Massot genau in diesem Bereich begeistert und die beste Kür aller Starter auf das Eis gezaubert.

Schock für Szolkowys Europameister

Aliona Savchenko und Bruno Massot während des Kurzprogramms

Aliona Savchenko und Bruno Massot während des Kurzprogramms

Bei der EM im Januar mussten die deutsch-französischen Paarläufer noch den Grand-Prix-Gewinner Jewgenija Tarasowa und Wladimir Morosow aus Russland den Vortritt lassen, diesmal könnten sie den Spieß umdrehen. Tarasowa/ Morosow liegen mit 79,37 Punkten auf dem dritten Rang. Die jungen russischen Läufer mussten im Training unmittelbar vor dem Wettkampf allerdings auch eine Schrecksekunde überstehen. Tarasova erlitt eine Schnittverletzung unterhalb des Knies, die mit zehn Stichen genäht werden musste. Die Entscheidung über den Start fiel dann erst beim Warm-Up. Trainiert werden die beiden Russen übrigens von Robin Szolkowy, der zehn Jahre, bis zum Frühjahr 2014, mit Aljona Sawtschenko internationale Erfolge feierte und fünf Mal Weltmeister wurde.

Hase/Seegert chancenlos

Das zweite deutsche Paar, Minerva-Fabienne Hase und Nolan Seegert, musste sich nach einer eher braven Präsentation mit 59,76 Punkten und Rang 19 begnügen. Damit verpassten die Berliner die Qualifikation für das Kürfinale.

sid/sst | Stand: 29.03.2017, 22:30

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