Glück im Unglück für Nicole Schott

Nicole Schott,

Kurzprogramm der Damen

Glück im Unglück für Nicole Schott

Nicole Schott darf am Freitag (31.03.2017) noch einmal auf das Eis in Helsinki. Als 24. im Kurzprogramm qualifizierte sich die Essenerin mit Hängen und Würgen für die Kür-Entscheidung bei den Weltmeisterschaften.

Ein Sturz im Kurzprogramm bei der Dreifach-Dreifach-Kombination hat Eiskunstläuferin Nicole Schott aus Essen den Start in die Weltmeisterschaft verhagelt. Die 20-Jährige wurde bis auf den 24. Rang durchgereicht und muss sich am Donnerstag in der Kür steigern, um den erhofften deutschen Quotenplatz bei den Winterspielen 2018 zu ergattern. "Ich war geschockt, so einen Sturz bin ich gar nicht gewohnt", sagte Schott nach dem Kurzprogramm.

Nur 54,83 Punkte für Schott

Zum jazzigen Tango aus "Chicago" funktionierten bei der ganz in schwarz gekleideten deutschen Ex-Meisterin Schott der dreifache Rittberger und der Doppel-Axel. Bei der Kombination aus dreifachem Toe-Loop und dreifachem Toe-Loop indes kam die 20-Jährige zu Fall, am Ende standen 54,83 Zähler zu Buche. "Nicole hat zwischen den Toeloops abgebremst", analysierte Trainer Michael Huth. "Entscheidend ist, dass sie danach nicht aus dem Programm gekippt ist". Seine Schülerin habe sich in den vergangenen zwei Jahren, seitdem sie zu ihm nach Oberstdorf kam, zu einer professionellen Sportlerin entwickelt. "Wir denken schon an Olympia, wir schaffen das", sagte Huth.

Kostner nach Dopingsperre weit zurück

Unter ihren Erwartungen blieb auch Rückkehrerin Carolina Kostner aus Italien. Die wegen einer Dopingaffäre 21 Monate gesperrte Ex-Weltmeisterin stand zwar alle ihre Sprünge souverän, geriet dafür aber bei einer eher leichten Pirouette unübersehbar aus dem Gleichgewicht. Die EM-Dritte hat mit Rang acht schon alle Medaillenchancen in der finnischen Hauptstadt eingebüßt. "Es war kein fantastisches Programm, aber es ist auf einem guten Weg. Es ist immer wichtig, sich von einem Fehler nicht runterziehen zu lassen", sagte die Südtirolerin.

Titelverteidigerin schwebt über das Eis

Medvedeva

Die Russin Jewgenija Medwedewa führt nach dem Kurzprogramm

An der Spitze wäre alles andere als eine erfolgreiche Titelverteidigung von Jewgenija Medwedewa eine große Überraschung. Federleicht und makellos präsentierte die Europameisterin aus Russland ihre Kurzkür. Der 17-Jährigen (79,01 Punkte) am nächsten kamen die beiden Kanadierinnen Kaetlyn Osmond (75,98) und Gabrielle Daleman (72,19).

sid/dpa/sst | Stand: 29.03.2017, 14:36

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