Das Wichtigste zu den Titelkämpfen in Helsinki

Eiskunstlaufen - Eiskunstlauf-WM in Helsiniki

Wer, wann, was, wo? Infos zur Eiskunstlauf-WM

Das Wichtigste zu den Titelkämpfen in Helsinki

Wer sind die deutschen Starter? Welche Chancen haben die Deutschen? Wer gewinnt Gold? Wie sieht der Zeitplan aus? Welche Platzierung ist für das Olympia-Ticket nötig? Die wichtigsten Informationen zur Eiskunstlauf-WM.

Das deutsche Aufgebot

  • Paarlauf: Aljona Savchenko/Bruno Massot (Oberstdorf), Minerva-Fabienne Hase/Nolan Seegert Berlin)
  • Damen: Nicole Schott (Essen). - Herren: Paul Fentz (Berlin)
  • Eistanz: Kavita Lorenz/Joti Polizoakis (Oberstdorf)

Der Zeitplan

Wann?Was?
Mittwoch, 9.45 UhrKurzprogramm Damen
Mittwoch, 17.10 UhrKurzprogramm Paare
Donnerstag, 11.15 UhrKurzprogramm Herren
Donnerstag, 17.55 UhrKür Paare
Freitag, 10 UhrKurztanz Eistänzer
Freitag, 17 UhrKür Damen
Samstag, 10 UhrKür Herren
Samstag, 15.35 UhrKür Eistänzer
Sonntag, 13 UhrSchaulaufen

Die internationalen Top-Favoriten

Bei den Damen wird kaum jemand der russischen Welt- und Europameisterin Jewgenija Medwedjewa den Titel streitig machen können. Bei den Herren könnte der erst 17-jährige US-Amerikaner Nathan Chen nach seinem Four-Continents-Sieg für Gold gleich bei seinem WM-Debüt sorgen. Leicht favorisiert bei den Paarläufern sind die Grand-Prix- und EM-Sieger Jewegenija Tarasowa und Wladimir Morozow. Im Eistanz haben die Kanadier Tessa Virtue and Scott Moir kürzlich beim Grand-Prix-Finale den Rekord für Kurztanz und Gesamtwertung gebrochen. Gold geht nur über sie.

Die Chancen der Deutschen

Die Paarläufer Aljona Savchenko und Bruno Massot zählen nach Verletzungen in dieser Saison nicht zu den Top-Favoriten, zum erweiterten Kreis der Medaillenkandidaten zählen sie aber allemal.

Für die anderen deutschen Athleten geht es um die Olympia-Qualifikation.

Welche WM-Platzierung bringt das Olympia-Ticket?

Für einen Startplatz bei den Olympischen Winterspiele 2018 im südkoreanischen Pyeongchang ist Rang 16 im Paarlauf, ein 19. Platz im Eistanz sowie Rang 24 in den Einzeldisziplinen erforderlich. Überdies können die Läufer der Deutschen Eislauf-Union Qualifikationspunkte für den olympischen Team-Wettbewerb in Pyeongchang sammeln.

 Gibt es eine zweite Olympiachance?

Ja, und es ist sogar ein Heimspiel. In der letzten Septemberwoche werden bei der Nebelhorn-Trophy in Oberstdorf die restlichen 21 Olympiatickets vergeben.

Wann überträgt die ARD

Bei ONE ist am Sonntag ab 13 Uhr das Schaulaufen zu sehen.

Die Favoriten der Eiskunstlauf-WM

Bei den Damen gibt es eine ganz deutliche Gold-Anwärterin, bei den Paaren und den Herren ist die Sache nicht so klar. Wer wird bei der Eiskunstlauf-WM in Helsinki die Medaillen holen? Wir stellen die Favoritinnen und Favoriten vor.

Eiskunstlaufen - Anna Pogorilaya

Damen: Anna Pogorilaya (Russland)

Fast unmöglich erscheint es, dass nicht mindestens eine Russin in den Top 3 landet. Neben Medwejewa hat auch Anna Pogorilaya beste Chancen auf eine WM-Medaille. Die 18-Jährige, früher wegen ihrer Inkonsistenz und spektakulären Stürzen bekannt, läuft eine stabile Saison. Nach Platz zwei beim Grand-Prix-Finale und der Europameisterschaft greift sie nach ihrer zweiten WM-Medaille. Im Vorjahr in Boston reichte es bereits zu Bronze.

Damen: Anna Pogorilaya (Russland)

Fast unmöglich erscheint es, dass nicht mindestens eine Russin in den Top 3 landet. Neben Medwejewa hat auch Anna Pogorilaya beste Chancen auf eine WM-Medaille. Die 18-Jährige, früher wegen ihrer Inkonsistenz und spektakulären Stürzen bekannt, läuft eine stabile Saison. Nach Platz zwei beim Grand-Prix-Finale und der Europameisterschaft greift sie nach ihrer zweiten WM-Medaille. Im Vorjahr in Boston reichte es bereits zu Bronze.

Damen: Mai Mihara (Japan)

Neben Ashley Wagner aus den USA und Kaetlyn Osmond aus Kanada ist auch Mai Mihara aus Japan eine klare Medaillenfavoritin. Gerade erst 19 Jahre alt geworden feierte sie bei den Four-Continents-Titelkämpfen mit einer starken Aufholjagd Gold. Nach Platz zwei beim Grand-Prix-Finale und dem Four-Continents-Erfolg in Südkorea könnte die Vize-Weltmeisterin von 2015 in Helsinki zur zweiten WM-Medaille laufen.

Paarlauf: Aljona Svachenko/Bruno Massot (Deutschland)

Im Paarlauf ruhen die deutschen Hoffnungen auf Aljona Savchenko und Bruno Massot. Doch in dieser Saison bremsen Verletzungen das Duo aus Oberstdorf aus. Erst zog sich die gebürtige Ukrainerin eine Knöchelverletzung zu, zuletzt laborierte der gebürtige Franzose Massot an einem leichten Bandscheibenvorfall. Eine WM-Medaille wäre für die WM-Dritten des Vorjahres und den EM-Zweiten dieses Jahres eine kleine Überraschung.

Paarlauf: Jewegenija Tarasowa/Wladmir Morosow (Russland)

Anders die Russen Jewegenija Tarasowa und Wladmir Morosow. Die Europameister und Grand-Prix-Sieger knackten bei der EM in Ostrava u.a. die 80-Punkte-Schallmauer im Kurzprogramm. Nach WM-Platz fünf aus dem vergangenen Jahr brennen die 22-jährige Tarasowa und ihr in Potsdam geborener zwei Jahre jüngerer Partner auf ihre erste WM-Medaille.

Herren: Nathan Chen (USA)

Holt der Neuling gleich Gold? Der 17-jährige Nathan Chen aus den USA läuft erstmals bei einem ganz großen Wettbewerb. Das Momentum könnte er auf seiner Seite haben. Erst im Februar brillierte er bei den Four Continents mit fünf Vierfachsprüngen. Künstlerisch hat er in den vergangenen zwölf Monaten enorm zugelegt – und plötzlich ist er Top-Favorit im Herren-Wettbewerb.

dh/sid | Stand: 28.03.2017, 18:51

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