Schneiderheinze/Schneider Dritte im Zweierbob

Anja Schneiderheinze und Stephanie Schneider im Bob

Bob-Weltcup in Winterberg

Schneiderheinze/Schneider Dritte im Zweierbob

Bob-Pilotin Anja Schneiderheinze ist mit ihrer Anschieberin Stephanie Schneider beim Weltcup in Winterberg auf den dritten Platz gefahren. Die deutschen Herren-Duos verpassten die Podestplätze.

Trotz eines kapitalen Fahrfehlers im ersten Durchgang stellte Erfurterin in 56,89 Sekunden im Eiskanal von Winterberg sogar einen Bahnrekord auf. Im zweiten Durchgang reichte es allerdings nur zur siebtbesten Zeit, Schneiderheinze/Schneider fielen auf den dritten Platz zurück. "Im zweiten Lauf habe ich mir ein bisschen was versaut, aber ich bin dennoch glücklich. Das erste Mal in dieser Saison auf dem Podium - so kann es weitergehen", sagte Schneiderheinze nach dem Rennen. Bisher war ein siebter Platz in Whistler ihre beste Saisonleistung.

Enttäuschend verlief der Heimweltcup für Lokalmatadorin Sandra Kiriasis: Mit Anschieberin Franziska Bertels landetet sie auf Platz neun hinter Cathleen Martini aus Oberbärenburg mit Lisette Thöne. "Das war das schlechteste Ergebnis meiner Karriere, meine Kampflinie war heute nicht angemessen", sagte die neunmalige Weltcup-Gesamtsiegerin Kiriasis gefrustet.

Vierter Sieg für Humphries

Offenbar nicht zu schlagen ist in diesem Winter Weltmeisterin und Olympiasiegerin Kaillie Humphries. Die Kanadierin gewann mit ihrer Anschieberin Chelsea Valois bereits das vierte Rennen in Folge. Zweite wurden die US-Amerikanerinnen Elana Meyers und Katie Eberling.

Deutsche Herren verpassen Podestplätze

Bei den Herren haben Thomas Florschütz und Anschieber Kevin Kuske bei ihrem Weltcup-Comeback in diesem Winter einen Podestplatz knapp verpasst. Nach zwei Läufen hatten sie 48 Hundertstel Rückstand auf den siegreichen Schweizer Beat Hefti, den sie vor zwei Wochen auf der Bahn im Hochsauerland im Europacup noch geschlagen hatten. "Ganz zufrieden bin ich nicht, wir wollten schon aufs Podest. Aber wir haben gezeigt, dass mit uns zu rechnen ist", sagte Florschütz. Auf Rang zwei fuhr der Russe Alexander Subkow vor dem Kanadier Lyndon Rush.

Die übrigen deutschen Herrenbobs erwischten einen rabenschwarzen Tag. Ex-Weltmeister Manuel Machata (Potsdam) konnte im ersten Durchgang nach einem fatalen Fehler einen Sturz nur knapp verhindern und wurde am Ende Sechster. Noch schlimmer erging es Vierer-Europameister Maximilian Arndt. Der 25 Jahre alte Oberhofer wurde im ersten Lauf wegen Frühstarts disqualifiziert. Arndt und sein Anschieber Alexander Rödiger hatten am Start die Rote Ampel übersehen. Arndt erklärte das Missgeschick damit, dass er vom Bahnsprecher vernommen habe, die Strecke sei frei gewesen.

sid / dpa | Stand: 08.12.2012, 15:31

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