Simon Schempp gewinnt Verfolgungsrennen

Simon Schempp

Weltcup in Chanty-Mansijsk

Simon Schempp gewinnt Verfolgungsrennen

Mit einer packenden Schlussrunde holte sich Simon Schempp den Sieg im Verfolgungsrennen in Chanty-Mansijsk vor Johannes Thingnes Bö aus Norwegen. Erik Lesser wurde Dritter.

Eine fantastische Schlussrunde und hervorragendes Material waren der Schlüssel zum fünften Saisonsieg für Simon Schempp in dieser Saison. Der 27-Jährige bewies im russischen Chanty-Mansijsk seine Qualitäten nach der für ihn enttäuschend verlaufenden WM. Schempp lieferte er sich nach dem letzten Schießen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Norweger Johannes Thingnes Bö. Der Mann aus Uhingen konnte den Norweger abfangen und ging mit 8,5 Sekunden Vorsprung in 33:27,89 Minuten ins Ziel. Hervorragender Dritter wurde Erik Lesser.

Starke Laufleistung

Simon Schempp

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Die lange Saison und die harten Rennen waren den Athleten durchaus anzumerken. So blieb außer dem Schweizer Benjamin Weger keiner der Biathleten fehlerfrei am Schießstand. Doch Weger wurde dennoch nur Vierter. Simon Schempp, als Zweiter ins Rennen gestartet, schoss insgesamt drei Mal daneben (1/1/0/1). Aber durch eine starke Laufleistung, ging er direkt hinter Johannes Thingnes Bö auf die letzte Runde. Der Norweger hatte insgesamt nur einen einzigen Fehlschuss und führte das Klassement an.

Dank an die Techniker

Schempp heftete sich an die Fersen des Norwegers und die beiden lieferten sich ein packendes Rennen. Obwohl Bö das Tempo am langen Anstieg nochmals anzog, blieb Schempp am Norweger dran und bei der Abfahrt an ihm vorbei. Schempp bedankte sich nach dem Rennen auch gleich für das hervorragende Material. "Ich hatte heute ein Supermaterial, vielen Dank an die Techniker und ich freu mich einfach nur über den Sieg. Das macht schon Spaß," so ein glücklicher Schempp nach dem Rennen.

Lesser erkämpft sich dritten Platz

Auf einen hervorragenden dritten Platz kam Erik Lesser, der lange Zeit um den Sieg mitkämpfte. Lesser blieb in beiden Liegendschießen fehlerfrei, traf aber bei den zwei Stehendschießen zwei Mal nicht (0/0/1/1). Durch die beiden Strafrunden, wurde er vom fehlerfreien Weger zunächst überholt. Doch Lesser konterte nochmals in der Schlussrunde. Der Thüringer überholte den Schweizer und ging drei Sekunden vor ihm als Dritter mit 15,7 Sekunden Rückstand auf Schempp ins Ziel. Auch Lesser bedankte sich für das "überragende" Material: "Benjamin Weger war mir schon weggelaufen, aber dann habe ich ihn in der Abfahrt eingeholt, ehe ich die entscheidende Attacke setzen konnte".

Doll Fünfter, Peiffer Neunter

Das hervorragende Resultat der deutschen Mannschaft komplettierten Benedikt Doll und Arnd Peiffer. Doll, als Achter ins Rennen gegangen, leistete sich zwei Fehlschüsse und belegte am Ende Rang fünf. Arnd Peiffer, als Dritter gestartet, schoss vier Mal daneben und belegte den neunten Platz. Damit kamen vier deutsche Athleten unter die besten Zehn. Grund genug für den deutschen Trainer mächtig stolz auf seine Jungs zu sein, auch wenn es bei Florian Graf und Matthias Bischl noch nicht ganz so gut lief. Graf wurde mit sechs Schießfehlern 46. und Bischl mit vier Fehlern 41. Die beiden haben sicher wichtige Erfahrungen auf dem schwierigen Kurs in Russland gesammelt.

Der Franzose Martin Fourcade, vorzeitiger Sieger im Sprint-Weltcup, hatte das Rennen genauso ausgelassen wie Ole Einar Björndalen. Die beiden wollten sich für den Massenstart am Sonntag schonen.

abü/dpa | Stand: 19.03.2016, 13:52

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