Dahlmeier lässt sich diesmal nicht überraschen

Biathlon-Verfolgung in Oslo

Dahlmeier lässt sich diesmal nicht überraschen

Am Vortag hatte sich Laura Dahlmeier noch böse überraschen lassen: Doch bei der Verfolgung von Oslo blieb der deutsche Biathlon-Star konzentriert und sichert sich die kleine Kristallkugel in der Verfolgung. Trotz einer sehr starken Konkurrentin.

Laura Dahlmeier hat sich den Erfolg im Verfolgungs-Weltcup nicht mehr nehmen lassen. Beim Saisonfinale in Oslo genügte der Bayerin ein neunter Platz, um ihren großen Vorsprung ins Ziel zu bringen. Ihrer härtesten Konkurrentin Gabriela Koukalova reichte auch ein zweiter Platz nichts. Die Verfolgung am Holmenkollen gewann überraschend Sprint-Siegerin Mari Laukkanen. Sie ließ ihrem ersten Weltcup-Sieg überhaupt gleich den zweiten folgen. Beim Überlaufen der Ziellinie gedachte die mit einem Trauerflor gestartete Finnin ihres in der Nacht zuvor verstorbenen Schießtrainers Asko Nuutinen: " "Ich habe heute gar nicht an den Sieg gedacht, sondern war in Gedanken nur bei Asko Nuutinen", sagte Laukkanen, die während der Pressekonferenz in Tränen ausbrach: "Ich habe heute alles das umgesetzt, was er mir immer gesagt hat. Dieser Sieg war nur für ihn."

Mari Laukkanen bei Weltcup-Sieg in der Verfolgung in Oslo (18.3.17)

Mari Laukkanen sank im Ziel in Gedenken an ihren Trainer auf die Knie

Dahlmeier mit Aufholjagd bis zur Halbzeit

Im Gegensatz zum Sprint am Vortag (17.3.2017), als Laura Dahlmeier einen Vorsprung von 28 Punkten verspielte, ging die Deutsche in die Verfolgung mit 41 Zählern Vorsprung auf Gabriela Koukalova und 43 auf Kaisa Mäkäräinen. Platz 22 würde reichen. Als 31. startete die Deutsche in die 10 km. Bis zum zweiten Schießen arbeitete sich sich auf Platz 13 vor und das auch dank zweier fehlerfreier Schießen. Direkt vor ihr lag Kaisa Mäkäräinen (Finnland). Die Tschechin Koukalova, die ebenfalls zweimal fehlerfrei blieb, jagte die Überraschungs-Erste Laukkanen.

Zwei Fehler konnte sie sich erlauben

Laura Dahlmeier nach Weltcup-Sieg in der Verfolgung in Oslo (18.3.17)

Nach Einzel und Gesamt-Weltcup konnte Laura Dahlmeier eine weitere Kristallkugel in Empfang nehmen

Beim dritten Schießen blieb Koukalova erneut ohne Patzer, während Dahlmeier sich ihren ersten Fehler leistete. Weil die Konkurrenz auch nicht besser war, verbesserte sich die fünffache Weltmeisterin von Antholz sogar auf Rang elf. Beim vierten Schießen patzte Sprint-Siegerin Laukkanen einmal. Ihr Vorsprung war aber groß genug - auch wenn die Tschechin Koukalova auch beim vierten Mal alles traf. Als eine von nur zwei Biathletinnen im 60-er-Feld insgesamt. Laura Dahlmeier schoss zunächst einen Fehler, traf dann aber mit einer gewissen Geduld den Rest. Sie blieb Elfte, überholte am Ende sogar noch zwei Kolleginnen. Das reichte. Die nur als 27. gestartete Kaisa Mäkäräinen (2 Fehler) wurde am Ende Siebte. Dahlmeier sagte in der ARD-Sportschau: "Ich wollte heute einfach ein gutes Rennen machen. Ich hatte eine gute Ausgangsposition. Ich wusste, ich brauche kein perfektes, sondern nur ein gutes Rennen. Das freut mich wahnsinnig, dass ich das geschafft habe."

DSV-Quartett: Drei weiter nach vorne

Für Maren Hammerschmidt (3 Fehler) ging es von 20 auf Rang 15 nach vorne, Franziska Hildebrand (4 Fehler) sprang von 35 auf 29. Denise Herrmann (6 Fehler) verlor dagegen zehn Plätze (34.). Vanessa Hinz (2 Fehler) verbesserte sich von Platz 57 auf 44.

cke/sid | Stand: 18.03.2017, 15:36

Biathlon | Weltcupstand Damen

Name P
1. Laura Dahlmeier 1211
2. Gabriela Koukalova 1089
3. Kaisa Mäkäräinen 971
4. Marie Dorin Habert 856
5. Dorothea Wierer 719

Biathlon | Weltcupstand Herren

Name P
1. Martin Fourcade 1322
2. Anton Schipulin 918
3. Johannes Thingnes Bö 812
4. Arnd Peiffer 746
5. Simon Schempp 741

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