Sturm in Chanty - Massenstarts abgesagt

Wind verhindert Rennen in Chanty-Mansisjk

Weltcup in Chanty-Mansisjk

Sturm in Chanty - Massenstarts abgesagt

Ein Flutlichtmast ist umgestürzt, die Zuschauer mussten die Tribünen verlassen und Werbeplakate wurden durch den starken Wind abgerissen: In Chanty-Mansisjk finden am Sonntag keine Biathlon-Rennen statt.

Aufgrund stürmischer Winde und heftiger Böen ist das Saisonfinale der Biathleten in Chanty-Mansisjk am Sonntag abgesagt worden. "Die Ursache, dass wir nicht starten, ist die Sicherheit. Die ist die Nummer eins, und die können wir nicht garantieren", sagte Borut Nunar, Renndirektor des Weltverbandes IBU, im ZDF.

Der Wind war so stark, dass sogar ein Flutlichtmast umstürzte und in den Schießstand krachte. Verletzt wurde aber niemand. Die Zuschauer mussten die Tribünen verlassen, Werbeplakate wurden durch den starken Wind abgerissen. Auf der Strecke lagen herabgestürzte Äste, auch Bäumen sollen umgestürzt sein. "Ich glaube, wir müssen nicht diskutieren. Ich bin überglücklich, dass zu diesem Zeitpunkt niemand auf der Strecke war. Wir haben schon heute früh gesagt, dass das Stadion und die Strecke leer sein müssen. Alles, was der Mensch baut, kann die Natur zerstören.", sagte Nunar. Die Athleten waren sich einig und sprachen von einer "richtigen Entscheidung". "Heute ist es unmöglich. Das war viel zu gefährlich", legte sich Simon Schempp fest.

Soukalova "kampflos" zur Massenstart-Kugel

Die wetterbedingte Absage hat Laura Dahlmeier die Chance geraubt, die kleine Kristallkugel für den Sieg in der Disziplinwertung zu gewinnen. Die 22-Jährige aus Partenkirchen hätte am Sonntag die Tschechin Gabriela Soukalova und Marie Dorin Habert aus Frankreich überholen können. Aber auch ohne den (Teil-)Erfolg freute sich Dahlmeier, mit fünf Siegen die erfolgreichste Biathletin des Winters, über eine hervorragende Saison. "Es hat extrem viel Spaß gemacht und ich hätte im Leben nicht mit so vielen Medaillen und Podestplätzen gerechnet", schrieb Dahlmeier auf Facebook. Bei den Herren stand WM-König Martin Fourcade (Frankreich) schon vor dem abschließenden Rennen als Sieger fest.

dpa/sid/sst | Stand: 20.03.2016, 11:14

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