Soukalova reicht Rang zwei - DSV-Team chancenlos

Gabriela Soukalova beim Sprint-Weltcup in Chanty-Mansijsk (17.03.16)

Weltcup in Chanty-Mansijsk (Russland)

Soukalova reicht Rang zwei - DSV-Team chancenlos

Nach ihrer WM-Enttäuschung ist Gabriela Soukalova wieder auf Kurs. Die Tschechin holte sich im Biathlon-Weltcup die Sprint-Kugel. Die DSV-Damen waren in Chanty-Mansijsk chancenlos.

Biathletin Kaisa Mäkäräinen hat den letzten Sprint-Weltcup der Saison gewonnen. Die Finnin setzte sich in Chanty-Mansijsk knapp mit 3,2 Sekunden gegen Gabriela Soukalova (CZE) und 4,8 Sekunden gegen die norwegische Team-Weltmeisterin Marte Olsbu durch. Alle drei blieben fehlerfrei. Beste Deutsche in Russland wurde Franziska Preuß als Sechste.

Gabriela Soukalova beim Sprint-Weltcup in Chanty-Mansijsk (17.03.16)

Gabriela Soukalova

Durch ihren zweiten Platz sicherte sich Gabriela Soukalova den Sprint-Weltcup. Die 26-Jährige, die bei der WM überraschend ohne Medaille geblieben war, konnte auch im Gesamt-Weltcup einen großen Schritt in Richtung Triumph machen. Ihre Hauptrivalin Marie Dorin Habert (FRA), bei der gerade zuende gegangenen WM in Oslo in überragender Verfassung, wurde mit 44 Sekunden Rückstand nur Zehnte. Soukalova sagte dem ZDF: "Das war eines der besten Rennen meines Lebens."

Kurioses erstes Schießen

Franziska Preuß in der Mixed Staffel

Franziska Preuß

Das 1. Schießen, liegend, verlief aus deutscher Sicht ungewöhnlich: Ausgerechnet die guten Schützinnen Laura Dahlmeier, Franziska Hildebrand und Franziska Preuß patzten jeweils einmal. Dagegen traf Miriam Gössner, sonst am Schießstand oft fehlerhaft, wie am Schnürchen. Die Bayerin, die bei der WM aus Formgründen nur als "Touristin" dabei war, konnte von einer Top-Platzierung träumen. Das aber auch nur bis zum zweiten Schießen, wo sie dann doch zweimal daneben zielte. Hildebrand und Preuß kamen da fehlerfrei durch. Dahlmeier patzte erneut zweimal. Eine Strafrunde kostet etwa 24 Sekunden.

Gössner: "Schwer wieder in Tritt zu kommen"

Biathlon-WM in Oslo/Training - Miriam Gössner

Miriam Gössner

Dank der besten Laufzeit aller Deutschen wurde Preuß mit 32 Sekunden Rückstand Sechste. Die Haagerin meinte "Das Aufstehen fällt wegen der Zeitverschiebung schon schwer. Jeder kratzt seine letzten Körner zusammen." Hildebrand landete auf Rang elf (+ 45 s), Gössner immerhin auf Position 15. Die Garmischerin sagte: "Es war schwer nach der langen Pause. Ich hab mich brutal schwer getan, wieder in Tritt zu kommen." Für Dahlmeier, die in dieser Saison immer mindestens 16. wurde, reichte es diesmal nur zu Platz 36. In der Verfolgung am Samstag (12.45 Uhr) ist das Podest damit in weiter Ferne. Immerhin qualifizierten sich alle sieben DSV-Läuferinnen. Auch Maren Hammerschmidt (24./2 Fehler), Nadine Horchler (31./1 Fehler) und Vanessa Hinz (55./3 Fehler) sind dabei.

Gesamt-Weltcup: Hildebrand vorbei an Dahlmeier

Im Gesamt-Weltcup überholte Franziska Hildebrand Laura Dahlmeier. Zu ihrer eigenen Überraschung: "Das wusste ich gar nicht. Das ist ja schön, dass Ihr mir das sagt." Dahlmeier hatte im Laufe der Saison immer wieder einmal erkrankt pausieren müssen.

Letzter Weltcup in Chanty-Mansijsk

Biathlonstadion Chanty Mansijsk

Der Weltcup von Chanty-Mansijsk ist vorerst der letzte im tiefen Sibirien. Der russische Verband hat den WM-Ort von 2011 aussortiert. In der nächsten Saison kommt Tjumen zum Zug. In der Stadt im Westen von Sibirien fand vor einigen Wochen die Europameisterschaft statt. Chanty-Mansijsk war seit 2000 im Weltcup-Kalender.

cke | Stand: 17.03.2016, 16:42

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