Deutsche laufen im Sprint hinterher

Johannes Thingnes Boe

Biathlon-Sprint in Oslo

Deutsche laufen im Sprint hinterher

Es war nicht der Tag der Deutschen in Oslo. Den 10-km-Sprint beim Weltcupfinale am Holmenkollen gewann der Norweger Johannes Thingnes Bö vor Martin Fourcade (Frankreich). Bester DSV-Jäger war Benedikt Doll auf Rang elf.

Für Bö, der am Schießstand fehlerfrei blieb, war es der zweite Einzelerfolg in diesem Winter. Der Franzose Martin Fourcade ließ beim Schießen eine Scheibe stehen und musste in die Strafrunde. Ihm blieb diesmal mit 13,60 Sekunden Rückstand auf Bö nur der zweite Platz. Die kleine Kristallkugel für die Sprintwertung hatte der Überflieger der Saison, die in diesen Tagen zum zweiten Mal Vater wird, aber schon vor dem Rennen sicher. Dritter wurde der Russe Anton Schipulin (0/+ 21,30 Sek.).

Benedikt Doll überzeugt in der Loipe

Schipulin, der als einer der wenigen Favoriten in der letzten Startgruppe startete, verwies den Österreicher Dominik Landertinger (+ 21,50 Sek.) haarscharf noch auf den vierten Rang. Zwei Zehntelsekunden hatte er seine Skispitzen am Ende früher über der Ziellinie. Die deutschen Biathleten kamen diesmal mit dem tiefen Schnee nicht so gut zurecht. Auch am Schießstand blieb keiner fehlerfrei. Als bester Läufer war es Weltmeister Benedikt Doll (Breitnau), der mit 48,70 Sekunden Rückstand auf Bö noch das beste Resultat erzielte.

Schempps Hauptaugenmerk auf dem Massenstartrennen

"Das war ein solides Rennen heute. Ein Fehler kann passieren", sagte Arnd Peiffer, zweitbester Deutscher auf Rang 14. "Läuferisch war es durchschnittlich. Bei dem tiefen Geläuf war es kein leichtes Rennen." So sah es auch Simon Schempp (Uhingen/1), der 24. wurde: "Es war ein extrem hartes Rennen heute. Läuferisch war es nicht das Gelbe vom Ei. Das hätte ich mir schon etwas besser vorgestellt." Immerhin: In der letzten Runde konnte Schempp an Martin Fourcade dranbleiben. Sein Hauptaugenmerk liegt ohnehin auf dem Massenstartrennen am Sonntag: "Ich hoffe, ich erhole mich über Nacht gut."

Erik Lesser (Frankenhain/2) konnte nach seinem grippalen Infekt, der ihn in Kontiolahti ans Bett gefesselt hatte, noch nicht vorne angreifen. Er landete auf dem 48. Rang, einen Platz vor Philipp Nawrath (Ruhpolding/2). Roman Rees (Schauinsland/1) platzierte sich sogar noch vor den beiden auf Platz 36.

wp | Stand: 17.03.2017, 17:50

Biathlon | Weltcupstand Damen

Name P
1. Laura Dahlmeier 1211
2. Gabriela Koukalova 1089
3. Kaisa Mäkäräinen 971
4. Marie Dorin Habert 856
5. Dorothea Wierer 719

Biathlon | Weltcupstand Herren

Name P
1. Martin Fourcade 1322
2. Anton Schipulin 918
3. Johannes Thingnes Bö 812
4. Arnd Peiffer 746
5. Simon Schempp 741
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