Dahlmeier gewinnt Olympia-Testlauf

Laura Dahlmeier auf der Strecke in Pyeongchang

Biathlon-Sprint in Pyeongchang

Dahlmeier gewinnt Olympia-Testlauf

Nach der WM geht es genau so weiter, wie bei den Titelkämpfen in Hochfilzen. Auch beim Olympia-Testlauf in Pyeongchang stand nach dem Sprint Laura Dahlmeier ganz oben auf dem Podest.

Die Norwegerin Tiril Eckhoff musste sich mit Rang zwei und Anais Chevalier aus Frankreich mit Platz drei zufrieden geben. Neben Weltcuppunkten ging es hier darum, die Wettkampfstrecken kennenzulernen. Für Laura Dahlmeier war es komplett neues Terrain. Die fünfmalige Hochfilzen-Weltmeisterin war zum ersten Mal in Südkorea, wo im Februar 2018 die XXIII. Winterspiele stattfinden.

Nicht einmal fehlende Stöcke bringen Dahlmeier aus dem Konzept

Die Strecke war für die Skijägerinnen eine große Herausforderung: Die Loipe war zum Teil sehr eisig präpariert und wies gehörige Rillen auf. Statt mit dem Gelände hatte Dahlmeier aber anfangs mit einem kuriosen Problem zu kämpfen: Am Start fehlten ihre Skistöcke, die Richtigen kamen gerade noch rechtzeitig. Aus der Ruhe brachte das die Partenkirchnerin nicht. Nach der ersten fehlerfreien Schießeinlage übernahm sie die Führung mit 20 Sekunden Vorsprung. Nachdem die Norwegerin Eckhoff beim ersten Schießen alles abgeräumt hatte, legte Dahlmeier im Stehendanschlag nochmals vor und blieb komplett fehlerfrei. Auf der Schlussrunde zeigte sie eine gewaltige Vorgabe, die keine ihrer Konkurrentinnen unterbieten konnte. Eckhoff konnte nicht mithalten. Kaisa Mäkäräinen musste nach dem Stehendschießen zweimal in die Strafrunde. Auch Garbiela Koukalova patzte einmal.

Laura Dahlmeier (Mi.) auf dem Siegerpodest in Pyeongchang

Laura Dahlmeier (Mi.) auf dem Siegerpodest in Pyeongchang

Und so konnte die Biathlon-Überfliegerin aus Oberbayern ihren nächsten Weltcupsieg einfahren und mit der vollen Punktzahl ihren Vorsprung im Gesamtweltcup weiter ausbauen. "Es hat sich für mich wie eine bessere Klubmeisterschaft angefühlt. Es war wellig, uneben und teilweise sehr dreckig. Ich hatte Glück mit der ersten Startgruppe, da waren die Bedingungen noch etwas besser", sagte Dahlmeier über die Bedingungen und das Ergebnis. Schwer beeindruckt zeigte sich da auch Bundestrainer Gerald Hönig: "Sie hat nichts anbrennen lassen. Auch das Trefferbild war perfekt. Wie sie ihre Leistung Woche zu Woche umsetzt, das ist das, was mich am meisten beeindruckt." Durch den Sieg hat Dahlmeier das Gelbe Trikot weiter abgesichert. "Es freut mich natürlich, dass es in der Gesamtwertung ganz gut ausschaut", sagte Dahlmeier, die nun 86 Punkte vor der Tschechin Gabriela Koukalova liegt.

Hildebrand unter den Top-10

Franziska Hildebrand begann mit einem Fehler, dann traf sie aber die weiteren Scheiben beim Liegendschießen. Im Stehendanschlag räumte sie alles ab und wurde am Ende als Siebte zweitbeste deutsche Skijägerin.

Biathlonstadion in Pyeongchang

Das Biathlonstadion in Pyeongchang

Maren Hammerschmidt zeigte bereits beim ersten Schießen zwei Fehler, zur Strafe musste sie 300 Meter zusätzlich bewältigen. Auch Stehend blieb die Skijägerin aus Winterberg nicht fehlerfrei, was sie auf Platz 28 zurückwarf. Nadine Horchler vom SC Willingen musste nach dem Liegenschießen einmal in die Strafrunde. Auch beim Stehendschießen leistete sie sich zwei Fahrkarten. Deshalb kam sie über Rang 49 nicht hinaus. Denise Hermann musste nach dem Liegendschießen eine Strafrunde leisten. Auch im Stehendanschlag verfehlte sie nur eine Scheibe. Für die Ex-Langläuferin rechnete sich die wirklich gute Leistung mit Rang 25.

Preuß und Hinz nicht dabei

Nicht dabei waren Franziska Preuß und Vanessa Hinz. Preuß wurde an den Nasennebenhöhlen operiert, Hinz war wegen eines Infekts außer Gefecht.

BR | Stand: 02.03.2017, 13:26

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