Schempp mit Sprint-Hattrick in Südtirol

Maxim Zwetkow (li.), Simon Schempp (mi.), Tarjei Bö (re.)

Sprint Antholz

Schempp mit Sprint-Hattrick in Südtirol

Simon Schempp hat den Sprint beim Biathlon-Weltcup in Antholz gewonnen. Der Schwabe setzte sich in Südtirol über zehn Kilometer vor Maxim Zwetkow durch. Für Schempp war es nach 2014 und 2015 der dritte Sprintsieg in Folge in Antholz.

Er ist wieder da: Simon Schempp hat seine alte Form wieder gefunden: Nach seinem sechsten Platz im Massenstartrennen von Ruhpolding nach langer Erkältungspause, zeigte Schempp im Sprint von Antholz eine beeindruckende Leistung: Er schoss null Fehler und gab in der Loipe richtig Gas: Am Ende hatte der Uhinger 5,8 Sekunden Vorsprung auf den Russen Maxim Zwetkov. Dritter wurde der Norweger Tarje Boe (+ 10,8 Sek.). "Ich freue mich riesig, das ist sensationell. Ich fühle mich hier sehr wohl, Antholz liegt mir", sagte Schempp, der angesichts der knappen Zeitabstände von einem "harten Fight" sprach.

Peiffer treffsicher in der Höhe

Arnd Peiffer, der in Ruhpolding noch zu den Sorgenkindern zählte, meldete sich eindrucksvoll zurück: Auch er blieb fehlerfrei und absolvierte mit Platz neun (+ 24,3) einen guten Wettkampf."Ich bin sehr zufrieden, habe mir das Rennen gut eingeteilt und am Schießstand gut gearbeitet. Am Ende war ich 24 Sekunden langsamer als die Spitze. Da sieht man, wie eng das Rennen war", meinte Peiffer im Ziel.

Benedikt Doll leistete sich einen Schießfehler und verfehlte die Top Ten knapp. Am Ende belegte der den elften Platz mit einem Rückstand von 33,6 Sekunden. "Die flachen Stücke sind nicht mein Fall. Die längeren Berge gibt es hier leider nicht. Mit 34 Sekunden Rückstand ist trotzdem morgen einiges drin. Mit Simon und Arnd ein Dreierpodest, das wäre die Bilderbuch-Geschichte für den Verfolger morgen", sagte Doll.

Erik Lesser mit schwacher Schießleistung

Der Sieger des Massenstartrennes in Ruhpolding, Erik Lesser, enttäuschte mit seiner Schießleistung: Drei Fehler sind im Sprint für eine Spitzenplatzierung einfach zu viel. "Nach einem guten Rennen kommen auch wieder schlechte. Leider war es heute ein schwächeres Rennen. Ich weiß gar nicht, wo die Schüsse hingegangen sind. Läuferisch hat es gepasst, die Latten waren hervorragend. Für den Verfolger ist aber noch nicht alles verloren. Ich peile die Top-15 an." Er geht in die Verfolgung als 34. mit einem Rückstand von 1:15,6 Minuten.

Auch für Andreas Birnbacher lief es mit zwei Strafrunden nicht optimal: "Man schnauft in der Höhe schon mehr als unten. Dann passieren eben auch mal liegend zwei Fehler. Danach wusste ich, dass das heute nichts wird. Schauen wir, dass es morgen besser geht", sagte der auf Platz 41 platzierte Bayer (+ 1:26,5).

Die Verfolgung verspricht also bei den engen Zeitabständen spannend zu werden. Nicht mit dabei ist allerdings Johannes Kühn, der sich insgesamt fünf Fehler leistete und als sich als 70. nicht für das Rennen am Samstag (23.01.) qualifizieren konnte..

nho | Stand: 22.01.2016, 15:54

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