Ricco Groß - Doping ist weltweites Problem

Ricco Groß - Doping ist weltweites Problem

Traurig seien seine Biathleten nach dem IOC-Urteil gewesen, sagte Russlands Herren-Trainer Ricco Groß. Das Thema Doping, so der Ex-Olympiasieger, betreffe nicht nur Russland, es sei ein weltweite Problem.

Das IOC-Urteil für einen Ausschluss Russlands bei den Olympischen Spielen habe seine Athleten traurig gestimmt, erklärte Groß am Rande des am Freitag (08.12.2017) beginnenden Weltcups in Hochfilzen. "Wenn man Sportler einer Nation ist, egal welcher, und erfährt dann, dass man, wenn man teilnehmen darf, nur ohne Fahne teilnehmen darf, dann ist Trauer im ersten Moment das, was die Sportler zum Ausdruck bringen. Aber im Grunde genommen, dürfen sie starten, und das ist viel wichtiger", sagte der viermalige Olympiasieger, der seit 2015 die Biathlon-Herren Russlands betreut.

Ein "Hauch von Demokratie"

Ricco Groß

Positiv bewertet Groß, dass Russlands Präsident Wladimir Putin den unbelasteten Athleten freigestellt hat, ob sie in Pyeongchang starten wollen oder nicht. "Das ist ja auch ein Hauch von Demokratie, der in Russland eingezogen ist." Was den früheren deutschen Weltklasse-Biathleten an der Dopingdiskussion stört: "Es ist ein Thema, das jetzt nicht nur die russische Mannschaft betrifft. Das habe ich letztes Jahr schon gesagt, das habe ich vorletztes Jahr gesagt - das Thema Leistungssteigerung ist nicht nur in Russland ein Thema, das ist ein Problem weltweit."

Um größtmögliche Transparenz seines Teams zu erreichen, fanden sämtliche Trainingskurse in Mitteleuropa statt. "Sämtliche Möglichkeiten der Kontrolle waren gegeben. Mehr kann ich als Trainer nicht tun", so Groß.  

Thema in: Wintersport im Ersten, 08.12.2017, 09:57 Uhr

dpa/rei | Stand: 07.12.2017, 16:38

Darstellung: