Famoser Preuß-Einstand

Weltcup in Canmore

Famoser Preuß-Einstand

Was für ein Einstand: Bei ihrem ersten Rennen in diesem Jahr hat sich Franziska Preuß eindrucksvoll zurückgemeldet und ist in Canmore auf Rang sechs gelaufen. Die stärksten Akzente im Sprint setzte die Ukrainerin Olena Pidgruschna.

Lange musste sie zuschauen, doch nun ist Franziska Preuß wieder da. Beim Sprintrennen im kanadischen Canmore setzte die 21-Jährige aus Haag ein deutliches Achtungszeichen und fuhr auf Rang sechs. Die Athletin aus Haag verfehlte nur im Stehendanschlag eine Scheibe und kam mit 33,2 Sekunden Rückstand auf die Siegerin ins Ziel. Preuß war zufrieden: "Ich freue mich, dass es so gut geklappt hat. Man lernt aus jeder Situation. Aber jetzt bin ich wieder da. Es ist von Mal zu Mal besser geworden. Es macht einfach Spaß." Die Staffel-Weltmeisterin startete in den Rocky Mountains zum ersten Mal in diesem Jahr, nachdem sie ein Haarriss im Steißbein lange ausgebremst hatte.

Beste Lauf- und Schießleistung von Pidgruschna

Olena Pidgruschna auf dem Siegerpodium nach ihrem Sieg in Canmore (05.02.2016)

Olena Pidgruschna ganz oben auf dem Podium

Einen famosen Lauf legte die Ukrainerin Olena Pidgruschna hin, die nach null Fehlern vollen Speed entwickelte und Platz eins sicherte. Für die 29-Jährige, die im Vorjahr für einen Ausflug in die Politik pausiert hatte, war es nach einem dritten Platz in Oslo das Highlight des Winters. Ebenfalls fehlerfrei kam die polnische Läuferin Krystyna Guzik auf Rang zwei ein, die Italienerin Dorothea Wierer wurde Dritte.

Horchler "mit einem Fehler gut dabei"

Karolin Horchler

Karolin Horchler

Kaum beherrschbare Windböen hatten oft für ungleiche Bedingungen gesorgt. Ganz ordentlich kam damit noch Karolin Horchler zurecht, die nach einer Strafrunde als zweitbeste Deutsche Platz neun belegte. Die 22-Jährige aus Clausthal-Zellerfeld wusste, "dass es bei dem Wind etwas verrückt werden kann. Ich habe das heute für mich genutzt und war mit einem Fehler gut dabei. Jeder kann man Glück haben – und ich hatte es heute." Ein guter 14. Rang ging an Luise Kummer, die sich zwei Fehler leistete. Mit der Platzierung sicherte sich die Sportsoldatin aus Frankenhain die halbe Norm für die WM, die vom 3. bis 13. März in Oslo ausgetragen wird.

"Am Schießstand waren heute sehr schwere Bedingungen"

Laura Dahlmeier

Laura Dahlmeier

Erhebliche Probleme bekam Laura Dahlmeier. Sie schoss drei Strafrunden und musste sich mit Rang 16 begnügen. "Ich versuche immer, mein Bestes zu geben. Am Schießstand waren heute sehr schwere Bedingungen. Man muss versuchen, ruhig zu bleiben und stabil zuschießen. Das ist mir heute nicht gelungen", suchte die Partenkirchnerin nach einer Erklärung. Wenig Erfreuliches zeigte die Anzeigetafel auch für Miriam Gössner, die mit der Startnummer eins in den Wettbewerb gegangen war. In der Endabrechnung belegte die Garmischerin nach vier Fahrkarten Rang 27. Arg erwischte es Franziska Hildebrand. Die ansonsten ebenfalls sichere Schützin, die in dieser Saison bisher zwei Sprintrennen gewinnen konnte, wurde nach fünf Fehlern nur 43.

jmd | Stand: 05.02.2016, 20:08

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