Fourcade sprintet zum Sieg - Schempp Fünfter
Neuer Abschnitt
Massenstart in Ruhpolding
Fourcade sprintet zum Sieg - Schempp Fünfter
Mit dem ersehnten ersten Podestplatz für die deutschen Biathlon-Herren beim letzten Heim-Weltcup der Saison hat es nicht geklappt. Auch beim Massenstart am Sonntag (13.01.2013) ging das DSV-Team leer aus. Den Sieg sicherte sich einmal mehr Martin Fourcade, der Überflieger der Saison.
Neuer Abschnitt
Der Franzose setzte sich in dem 15-Kilometer-Rennen in einem spannenden Schlusssprint gegen den russischen Youngster Dimitri Malyschko durch. Die beiden waren nach dem vierten Schießen als Führungs-Duo wieder ins Rennen gegangen und flogen mit hohem Tempo Richtung Ziel. Im Sprint um den Sieg im zweiten Massenstartrennen der Saison setzte sich dann Weltcupspitzenreiter Fourcade knapp gegen seinen Kontrahenten durch. Fourcade war mit Null Fehlern am Schießstand erneut sehr treffsicher, Malyschko kämpfte trotz eines Fehlers um den Sieg.
Schempp: "Gut gefühlt" - Birnbacher: "Froh, wie es gelaufen ist"
Martin Fourcade
Im Kampf um Rang drei mischten auch die beiden Deutschen Simon Schempp und Andreas Birnbacher mit. Im Zielsprint von insgesamt fünf Biathleten um den dritten Podestplatz mussten sie sich allerdings dem laufstarken Norweger Emil Hegle Svendsen, der trotz zweier Schießfehler noch Dritter wurde, geschlagen geben. Simon Schempp und Andreas Birnbacher kamen mit je einem Fehler auf die Plätze fünf und sieben. Schempp war nach dem Zieleinlauf dennoch zufrieden: "Das war ein extrem spannendes Rennen für die Zuschauer. Ich habe mich ganz gut gefühlt. In der Schlussrunde konnte ich die eine oder andere Attacke mitgehen. Mit Rang fünf bin ich zufrieden." Birnbacher, der die Rennen von Oberhof in der vergangenen Woche noch wegen einem Infekt auslassen musste, sagte: "Momentan kann ich hinten raus noch nicht attackieren. Aber ich bin froh, wie es gelaufen ist. Ich bin nach der Krankheit ganz gut reingekommen." Beim bisher einzigen Massenstartrennen der Saison im Dezember in Pokljuka hatte Birnbacher noch gewinnen können.
Nur 31 Sekunden zwischen Rang eins und zehn
Arnd Peiffer beim Biathlon-Sprint-Weltcup in Ruhpolding
Die anderen Deutschen kamen jenseits der Top 10 ins Ziel. Arnd Peiffer wurde nach je einem Fehler im zweiten Liegend- und zweiten Stehendanschlag 15., Florian Graf, der für den verletzten Ole Einar Björndalen noch in das Rennen gerutscht war, kam mit vier Fehlern auf Rang 24. Youngster Erik Lesser hatte überhaupt kein Glück am Schießstand und wurde mit sechs Fehlern am Ende 30. und Letzter. Als Ausdruck dafür, dass die Weltspitze bei den Biathlon-Herren sehr dicht beieinander läuft, ist der zeitliche Abstand von nur 31 Sekunden zwischen dem Sieger und dem Zehnten, Lars Helge Birkeland aus Norwegen zu werten.
dh | Stand: 13.01.2013, 16:19