Domratschewa meldet sich stark zurück

Damen-Massenstart in Antholz

Domratschewa meldet sich stark zurück

Beim Massenstart von Antholz hat die Spannung bis zum letzten Schießen gehalten. Erst dann konnte sich Darja Domratschewa an die Spitze setzen. Vier deutsche Athletinnen liefen in die Top Ten.

Über Nacht war im sonnenverwöhnten Antholz etwa ein halber Meter Schnee gefallen und auch während des Rennens tanzten noch die Flocken. Am besten kam damit Lokalmatadorin Dorothea Wierer zurecht. Bis zum letzten Schießen sah sie wie die sichere Siegerin aus. Dann flatterten der Italienerin aber die Nerven und zwei Scheiben blieben schwarz. Diese Schwäche nutzte die Weißrussin Domratschewa und schob sich überraschend an die Spitze. In einem spannenden Kampf um die Plätze sicherte sich die wieder erstarkte Slowakin Anastasija Kuzmina Rang zwei knapp vor der Finnin Kaisa Mäkäräinen. Wierer musste sich mit Rang sieben zufriedengeben.

Starke deutsche Mannschaftsleistung

Geschafft, aber glücklich: Vanessa Hinz und Franziska Preuß im Ziel in Antholz

Geschafft, aber glücklich: Vanessa Hinz und Franziska Preuß im Ziel in Antholz

Mit zwei Schießfehlern landete Laura Dahlmeier als beste Deutsche auf Rang fünf. Zum Podest fehlten der Siegerin vom Samstag nur knapp acht Sekunden. "Es war ein sehr anstrengendes Rennen. Die Bedingungen waren sehr langsam, und ich war k.o. Ich bin froh, dass ich es noch auf den fünften Platz geschafft habe", analysierte Dahlmeier den Abschlusstag in Antholz. Etwas bitter war dennoch der eine Fehler im letzten Schießen, denn bis dahin bestand sogar noch die Chance auf den Sieg. Ein tolles Rennen machten auch Maren Hammerschmidt, Franziska Preuß und Vanessa Hinz. Sie leisteten sich jeweils nur einen Schießfehler und gehörten damit zu den besten Schützinnen. Keine der 30 Athletinnen kam komplett fehlerfrei durchs Rennen. Hammerschmidt sicherte sich direkt hinter Dahlmeier Rang sechs, Preuß wurde Achte und Hinz kam als Neunte ins Ziel.

Herrmann und Hildebrand mit Problemen

Franziska Hildebrand musste schon nach dem ersten Liegendschießen zwei Strafrunden drehen und fiel weit zurück. Die 30-Jährige plagt sich zudem noch immer mit Schienbeinproblemen herum. Im stehenden Anschlag kam noch ein Fehler dazu, dennoch lief Hildebrand noch auf Rang 15. Nach einem fehlerfreien ersten Schießen musste Denise Herrmann ihre Hoffnungen auf eine Topplatzierung schnell begraben. Die Sächsin sammelte insgesamt fünf Strafrunden - das konnte sie selbst mit ihrer überragenden Laufform nicht gutmachen. Herrmann kam nicht über Rang 21 hinaus.

Thema in: Wintersport im Ersten, 21.01.2018, 08.55 Uhr

ake | Stand: 21.01.2018, 13:30

Biathlon | Weltcupstand Damen

Name P
1. Kaisa Mäkäräinen 592
2. Anastasiya Kuzmina 577
3. Dorothea Wierer 525
4. Laura Dahlmeier 490
5. Darja Domratschewa 436

Biathlon | Weltcupstand Herren

Name P
1. Martin Fourcade 834
2. Johannes Thingnes Bö 780
3. Jakov Fak 467
4. Anton Schipulin 460
5. Arnd Peiffer 443
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