Doppelsieg - Dahlmeier phänomenal

Laura Dahlmeier

Massenstart Damen

Doppelsieg - Dahlmeier phänomenal

Laura Dahlmeier lässt das Herz der deutschen Biathlon-Fans aufblühen. Die wieselflinke und abgezockte Bayerin lieferte auch am Sonntag ein Bilderbuchrennen ab.

20 Schuss, 20 Treffer – mit dieser makellosen Leistung am Schießstand hat Laura Dahlmeier am Sonntag (10.01.2016) beim Massenstartrennen in Ruhpolding den Grundstein zum Sieg gelegt. Damit krönte sie ihre traumhaften Tage von Ruhpolding. Zuvor hatte sie schon am Samstag den Verfolger gewonnen. "Es war ein perfektes Rennen. Es ist ein Wahnsinn. Ein Traum. Ein geiles Rennen", sagte die glückliche Dahlmeier in der ARD.

Soukalova und Mäkäräinen abgeschlagen

Dahlmeier gewann das 12,5 Kilometer Rennen vor Marie Dorin Habert aus Frankreich (+15,3 s/1 Fehler) und Tiril Eckhoff (Norwegen/+21,9s/2). Die zum Favoritenkreis zählende Tschechin Gabriela Soukalova (7. +49,2 min/2) und die Finnin Kaisa Mäkäräinen (Finnland/13./+ 1:26,4 min/4) hatten diesmal keine Podestplatzchance.

Dahlmeier nicht zu stoppen

Laura Dahlmeier

Laura Dahlmeier bei ihrem Sieg im Massenstart

Die deutschen Skijägerinnen waren furios in den Wettbewerb gestartet. Beim ersten Liegendschießen räumten sie fast geschlossen alles ab. Nur Newcomerin Maren Hammerschmidt (Winterberg) musste gleich dreimal in die Runde. Vanessa Hinz (Schliersee) war dagegen die Schnellste und passierte die erste Zwischenzeit als Erste. Allerdings nur mit einem Mini-Vorsprung, die ersten 15 lagen vor dem zweiten  Schießen innerhalb von zehn Sekunden dicht beisammen. Nach dem zweiten Schießen ging die Norwegerin Tiril Eckhoff, die beim Verfolger die schnellste Laufzeit hatte, als Erste raus, spürte aber den Atem der ebenfalls fehlerfreien Laura Dahlmeier (3./+4,9 s).

Die 22-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen präsentierte sich nicht nur stark am Schießstand, sondern auch in der Loipe und kam mit der Spitzengruppe zum ersten Stehendschießen. Dort zeigte sie sich wieder extrem ausgepufft und räumte als Schnellste alle Scheiben ab. Als Führende ging Dahlmeier zurück auf die Strecke und baute den Vorsprung auf ihre Verfolgerinnen sogar noch aus. Und als auch beim letzten Schießen alle Scheiben fielen, war der vierte Dahlmeier-Sieg in diesem Winter perfekt. Eigentlich hätte Dahlmeier auf der Schlussrunde das Tempo rausnehmen können, doch das tat sie aus einem Grund nicht: "In einem Nachwuchsrennen im Langlauf habe ich das Rennen mal austrudeln lassen und die kleine Schwester von Miriam Gössner ist auf der Ziellinie an mir vorbeigespurtet. Das passiert mir nicht wieder."

Hildebrand diesmal chancenlos

Sprint-Siegerin Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) konnte nicht an ihre Leistung vom Freitag anknüpfen, kam mit drei Schießfehlern auf Rang 17. Drittbeste Deutsche wurde Vanessa Hinz (Schliersee) auf dem 19. Rang mit vier Strafrunden. Miriam Gössner (Garmisch) landete auf Platz 24/5 Fehler), Maren Hammerschmidt (Winterberg) spielten wieder die Nerven einen Streich. Mit sieben Fehlern kam sie mit fast vier Minuten Rückstand als Letzte ins Ziel.

sst | Stand: 10.01.2016, 15:25

Biathlon | Weltcupstand Damen

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1. Martin Fourcade 60
2. Johannes Thingnes Bö 54
3. Wladimir Tschepelin 48
4. Lars Helge Birkeland 43
5. Ole Einar Björndalen 40

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