Birnbacher gewinnt Biathlon-Sprint

Andreas Birnbacher

Weltcup in Hochfilzen

Birnbacher gewinnt Biathlon-Sprint

Andi Birnbacher feierte in Hochfilzen den fünften Weltcupsieg seiner Karriere. Im Biathlon-Sprint gewann er mit hauchdünnem Vorsprung vor dem Franzosen Martin Fourcade.

Fehlerfrei am Schießstand, sensationell in der Loipe - mit einem exzellenten Auftritt sicherte sich Andi Birnbacher den Sprintsieg in Hochfilzen, knapp vor dem Franzosen Martin Fourcade, der sich nur um vier Hundertstel geschlagen geben musst. Auf Rang drei landete der Slowene Jakov Fak.

Andreas Birnbacher

Mit dem Sieg revanchierte sich Birnbacher für die knappe Niederlage in der Verfolgung von Östersund in der vergangenen Woche. Da hatte der Schlechinger im Zielsprint gegen Fourcade um 0,7 Sekunden den Kürzeren gezogen. "Bravo Andi", lobte Fourcade und kündigte an: "Am Samstag in der Verfolgung werde ich wieder angreifen."

"Im Sprint habe ich nicht unbedingt mit einem Sieg gerechnet. Ich bin wahnsinnig glücklich, weil es mir die beiden letzten Tage eigentlich nicht so gut ging", freute sich Birnbacher: "Hochfilzen ist fast meine Heimat, deswegen fühle ich mich hier sehr wohl, und das gibt mir zusätzliche Motivation. Ich war voll in meinem Schießfluss drin."

Andreas Birnbacher auf dem Poset in Hochfilzen Play-Icon

Birnbacher bester Biathlet in Hochfilzen | 01:00 min | 07.12.2012 | Mittagsmagazin | Das Erste

Einen Top-Ten-Platz knapp verpasst hat Erik Lesser. Der Sportsoldat vom SV Frankenhain verbuchte beim Stehendanschlag einen Fehler und büßte damit in dem engen Feld alle Chancen auf einen Spitzenplatz ein. Mit 40,8 Sekunden Rückstand wurde er 14. Zu Rang vier fehlten aber nur 16 Sekunden.

Peiffer, Graf, Schempp ohne Chance

Arnd Peiffer erwischte einen schwachen Auftakt in Hochfilzen: Vor allem läuferisch hatte der in Östersund großartig in die Saison gestartete 25-Jährige diesmal noch Luft nach oben. Ein Schießfehler beim Stehendanschlag verhinderte zusätzlich, dass er näher an die Top Ten ins Ziel kam. Ähnlich erging es Florian Graf: Der Freyunger blieb beim Schießen ohne Fehler, in der Loipe verlor er aber über eine Minute auf die Spitzenläufer. Auch Simon Schempp war mit einem Schießfehler und überraschend schwacher Laufleistung weit jenseits seiner Bestform unterwegs.

Trost gab's aber vom Tagessieger "Die Mannschaft ist wirklich eng zusammen, auch wenn kleine Fehler passieren. Unsere Leistungen sind insgesamt wirklich stark", sagte Birnbacher: "Es ist kein Geheimnis, dass fast jeder von uns auf das Podest landen kann. Wir haben uns als Team nach schweren Jahren zurückgekämpft."

Ordentliches Debüt vom Youngster

Ein ordentliches Debüt im Weltcup lieferte indes Benedikt Doll ab. Der 22-jährige Staffel-Europameister war kurzfristig ins Team gerückt, nachdem Michael Greis in dieser Woche sein Karriere-Ende verkündet hatte. Zwar schoss der junge Mann aus dem Schwarzwald zwei Fahrkarten, verhedderte sich beim Aufstehen nach dem ersten Schießen in seinen eigenen Skistöcken, stürzte in den Schnee und brach sich dabei sogar noch einen Stock - in der Loipe zeigte er eine couragierte Leistung und wurde mit einer Minute Rückstand 35.

dpa / beb | Stand: 07.12.2012, 12:49

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