Hildebrand gewinnt Herzschlagfinale

Franziska Hildebrand nach ihrem Sprintsieg in Ruhpolding (08.01.2016)

Sprint in Ruhpolding

Hildebrand gewinnt Herzschlagfinale

Ruhig und besonnen am Schießstand, unglaublich kraftvoll in der Loipe: Franziska Hildebrand ist in Ruhpolding zum Weltcup-Sieg gesprintet. In dem Herzschlagfinale trennten die besten Damen nur wenige Sekunden. Auch Laura Dahlmeier lief ein exzellentes Rennen.

Ein bisschen musste Franziska Hildebrand zittern, dann war es perfekt. Mit dem Wimpernschlag von 0,3 Sekunden riss die Powerfrau aus Clausthal-Zellerfeld in Ruhpolding den Sieg an sich und verwies die Tschechin Gabriela Soukalova auf Platz zwei. Der zweite ganz große Erfolg nach Hochfilzen für Hildebrand in diesem Winter. Überglücklich küsste die gebürtige Hallenserin den Ski. "Wer am Schießstand gut arbeitet, kann dann vorn gut mit reinlaufen", erklärte die 28-Jährige ihr Erfolgsrezept.

Hildebrand war die Zuverlässigkeit in Person und räumte alle Scheiben ab. In der Loipe veredelte sie dann ihren Wettkampf mit der zweitbesten Zeit aller Starterinnen: "Ich habe mich unterwegs so gefreut, dass ich auf der letzten Runde Zeit gutmachen konnte. Im Ziel war ich mir sicher, dass ich eine gute Leistung gezeigt habe." Nach dem Erfolg wagte Hildebrand bereits einen Blick auf die Verfolgung am Samstag: "Morgen wird ein ganz spannendes Rennen. Richtig gejagt werde ich nicht. Es ist doch eher Massenstart-Charakter."

Dahlmeier mit der besten Laufleistung

Laura Dahlmeier beim Sprint in Ruhpolding (08.01.2016)

Ein exzellentes Rennen bot auch Laura Dahlmeier, die um Haaresbreite von der Finnin Kaisa Mäkäräinen auf Patz vier verwiesen wurde. Der Wirbelwind aus Partenkirchen hatte im Ziel auf ihre Teamkollegin Hildebrand gerademal 2,8 Sekunden Rückstand. Enger geht es kaum. Dahlmeier war wieselflink auf den Beinen und schaffte insgesamt die beste Laufleistung. Knapp 20 Sekunden nahm sie dem erlesenen Feld ab. Ein Schießfehler verhinderte jedoch den ganz großen Coup. Nach Weihnachten hatte Dahlmeier ein Infekt geplagt, daher war sie überrascht, wie ordentlich es lief: "Es freut mich wahnsinnig, dass es schon so gut geht. Umso ärgerlicher ist aber auch der Fehler im Schießen."

Einen ansprechenden 13. Platz erreichte Vanessa Hinz aus Schliersee, die mit zwei Fehlern am Schießstand und 55 Sekunden Rückstand auf die Spitze ankam. 46. wurde Miriam Gössner (Garmisch/4 Fehler), zwei Plätze dahinter überquerte Luise Kummer mit einer fehlerfreien Schießleistung als 48. die Ziellinie. Die Frankenhainerin war zusätzlich vom Verband nominiert worden. Platz 49 ging an Maren Hammerschmidt (Winterberg/3 Fehler).

jmd/dpa/sid | Stand: 08.01.2016, 15:48

Biathlon | Weltcupstand Damen

Name P
1. Laura Dahlmeier 217
2. Gabriela Koukalova 168
3. Kaisa Mäkäräinen 154
4. Justine Braisaz 153
5. Lisa Theresa Hauser 143

Biathlon | Weltcupstand Herren

Name P
1. Martin Fourcade 228
2. Johannes Thingnes Bö 150
3. Ole Einar Björndalen 134
4. Maxim Zwetkow 132
5. Anton Schipulin 125
Darstellung: