Trotzreaktion nach Auftakt-Debakel?
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Vor dem Sprintrennen in Nove Mesto
Trotzreaktion nach Auftakt-Debakel?
Nach dem frustrierenden WM-Auftakt wollen die deutschen Biathleten bei den Sprintentscheidungen am Samstag wieder für positive Schlagzeilen sorgen. Eine richtige Erklärung für den Einbruch bei der Mixed-Staffel gibt es aber nicht.
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Nach dem Auftaktdebakel bei der Biathlon-Weltmeisterschaft wollen die deutschen Starter in den ersten Einzelrennen am Samstag ihr wahres Leistungsvermögen abrufen. "Jeder startet wieder bei Null", blickte Andreas Birnbacher - einer der Favoriten im Sprintrennen - nach vorn und fügte an: "Leider lief es nicht wie erhofft. Aber wir alle sind erfahren genug, um zu wissen, dass das nicht unsere maximale Leistung war und deswegen gibt es auch keinen Grund den Kopf hängen zu lassen."
Graf muss am Samstag zuschauen
Neben dem Schlechinger Birnbacher werden am Samstag ab 13 Uhr noch Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld), Simon Schempp (Uhingen) und Erik Lesser (Frankenhain) an den Start gehen. Florian Graf wird seinen ersten WM-Einsatz erst am kommenden Donnerstag im Einzelrennen über 20 Kilometer haben. Im Damenrennen am Nachmittag wollen Miriam Gössner (Garmisch), Andrea Henkel (Großbreitenbach), Nadine Horchler (Willingen) und Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) den ernüchternden 13. Platz in der Mixed-Staffel wettmachen. "Noch mache ich mir keine Sorgen um meine Form. Ich werde wieder angreifen", sagte die 22-jährige Gössner, die nach ihrem verpatzten Lauf am Donnerstag ihren Tränen freien Lauf gelassen hatte. Was stutzig machte: Auch läuferisch war Gössner nicht auf der Höhe.
Das Auftakt-Debakel sorgte auch am Tag danach bei den Verantwortlichen des DSV für Stirnrunzeln. "Der Schießstand hat uns Probleme bereitet", sagte Chefbundestrainer Uwe Müssiggang. Dort sie man einfach zu langsam gewesen. Dass es am Ende nicht mit der erhofften Medaille klappte, habe auch nicht am Material gelegen. "Wir waren nicht im Spitzenbereich, aber wir waren auch nicht mit schlechtem Material unterwegs", sagte Müssiggang.
Riesenjubel in Tschechien
Dagegen schweben die Gastgeber auf Wolke sieben. Nach der überraschenden Bronzemedaille in der Mixedstaffel jubelte das tschechische Boulevardblatt "Blesk": "Das ist ein Traumstart. Das sind unsere tschechischen Helden." Dabei stand der Start für die Gastgeber eigentlich unter keinem guten Stern, nachdem Michal Slesingr wegen einer Erkältung absagen musste. Dafür kam Jaroslav Soukup in die Staffel - ein Glücksgriff. "Mit seiner Leistung - nur ein Fehler am Schießstand und der fünftbeste Lauf - löste Soukup eine Welle der Begeisterung bei den Fans aus, die eine Kulisse wie beim Fußball schufen."
Berger und Fourcade auf Medaillenjagd
Die Favoriten am Samstag sind auch die strahlenden Sieger vom Donnerstag. Bei den Damen wird der Titel sicher nur über Tora Berger aus Norwegen gehen. Nach dem erfolgreichen Start mit dem Staffelsieg ist die 31-Jährige heiß auf weitere Heldentaten, hielt sich aber mit Blick auf die drei Goldmedaillen bei der letzten WM zurück: "So weit denke ich nicht. Der Sieg mit der Mixedstaffel war jedenfalls schon mal ein sehr schöner Auftakt." Bei den Männern zählt Martin Fourcade zu den großen Goldfavoriten. Eine Silbermedaille hat der 24-Jährige schon in der Tasche. "Mein Hauptziel ist es, mindestens einen Titel zu verteidigen und den mit der Männerstaffel zu holen."
re / dpa | Stand: 08.02.2013, 15:13