Mixed-Staffel zum Auftakt

Andrea Henkel und Andreas Birnbacher beim Wechsel in der Mixed-Staffel

Biathlon-WM in Nove Mesto

Mixed-Staffel zum Auftakt

Mit der Mixed-Staffel beginnen am Donnerstag die Wettbewerbe der Biathlon-Weltmeisterschaften im tschechischen Nove Mesto. Dabei wollen die deutschen Skijäger gleich die erste Medaille für den DSV holen. Sorgen bereitet ihnen der windanfällige Schießstand.

Rekordverdächtige 27 Teams nehmen am Donnerstag um 17:30 Uhr den Mixed-Staffel-Wettbewerb auf. Für das deutsche Team wird Andrea Henkel (Großbreitenbach) anlaufen. Es folgen Miriam Gössner (Garmisch), Simon Schempp (Uhingen) und Andreas Birnbacher (Schleching). Während Henkel, Gössner und Birnbacher als gesetzt galten, wurde die Nominierung von Schempp nicht unbedingt erwartet. Bundestrainer Uwe Müssiggang sagte, man habe sich die Entscheidung für Schempp und gegen Sprintweltmeister Arnd Peiffer nicht leicht gemacht. "Es war nicht ganz einfach und wir haben mehrere Dinge berücksichtigt. Wir denken, mit Simon den richtigen Mann für dieses Rennen gefunden zu haben." Zu viert wollen sie die erste Medaille für den DSV holen. Gössner erklärte: "Wir wollen einen erfolgreichen Start in die WM. Das wäre für den weiteren Verlauf wichtig. Ich freue mich, dass es endlich losgeht."

Großer Kreis von Medaillenanwärtern

Das deutsche Quartett gehört zu den Favoriten. Im vorigen Jahr hatte die deutsche Staffel bei der Heim-WM in Ruhpolding Bronze gewonnen. Bei der bislang einzigen Mixed-Staffel in dieser Saison, in Östersund, war das DSV-Team Vierter geworden. Bundestrainer Uwe Müssiggang warnte, die Konkurrenz um die Podestplätze sei größer geworden. "Es war früher auch eng, aber ich denke, dass jetzt noch mehr Athleten in der Lage sind, die Plätze eins, zwei und drei zu belegen." Titelverteidiger ist Norwegen, Russland und Frankreich gehören traditionell zu den Medaillenanwärtern, aber auch die Tschechen und Slowenen können sich berechtigte Hoffnungen auf Edelmetall machen.

Droht eine Windlotterie?

Sorgen bereitet den Biathleten der Wind. "Man hat in Nove Mesto eigentlich immer Wind oder muss immer damit rechnen", sagte Müssiggang. "Wir hoffen auf reguläre Bedingungen und faire Rennen. Das muss bei einer Weltmeisterschaft eigentlich so sein, die Athleten - und vor allem die besten Schützen - haben sich das verdient." Schon bei der Weltcuppremiere vor einem Jahr hatten die Athleten über die teilweise schwierigen Bedingungen geklagt. Mit einer Holzwand rechts neben den 30 Schießständen haben die Veranstalter versucht, das Problem einzudämmen. Doch der Wind pfeift weiter aus allen Richtungen auf die Anlage und bleibt damit unberechenbar. Noch einmal Gössner: "Damit müssen alle klar kommen, irgendwie gleicht sich das immer aus."

Stand: 06.02.2013, 13:35

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