Anton Schipulin vereitelt Schempps Pläne

Anton Schipulin

Verfolgung in Antholz

Anton Schipulin vereitelt Schempps Pläne

Würde Simon Schempp zum dritten Mal das Sprint- und Verfolgungsrennen von Antholz für sich entscheiden? Nein, in diesem Jahr hatte ein Russe in der Verfolgung etwas dagegen: Anton Schipulin.

Vor zwei Jahren hatte Simon Schempp im italienischen Antholz seinen ersten Sieg geholt. Seither hatte er Sprint und Verfolgung jeweils gewonnen und auch heute war er bei der 12,5-Kilometer-Verfolgung mit der Eins am Start. Der Sprintsieger aus Uhingen ging als Gejagter in einem dicht gedrängten Feld ins Rennen und es wurde wirklich spannend. Erst den letzten Schuss setzte der 27-Jährige daneben und der Russe Anton Schipulin nutzte seine Chance. Mit zwei Schießfehlern holte sich Schipulin in 31:51,9 Minuten den Sieg. Simon Schempp lief mit 10,3 Sekunden Rückstand auf einen hervorragenden zweiten Platz (0/0/0/1). Dritter wurde der Norweger Johannes Thingnes Bö mit drei Fehlern und einem Rückstand von 14,1 Sekunden.

Simon Schempp

Simon Schempp

Nach 19 Treffern ein Fehler im zweiten Stehendschießen und Schempp musste in eine Strafrunde. Das nutzte Anton Schipulin: Als Fünfter ins Rennen gegangen und mit zwei Schießfehlern konnte sich der Russe auf seine hervorragende Laufleistung verlassen und am Ende den Sieg für sich verbuchen. Dritter wurde Johannes Thingnes Bö, der trotz dreier Schießfehler um die Podestplätze kämpfte. Der Norweger lieferte sich auf der letzten Runde einen harten Fight mit dem Weltcup-Führenden, Martin Fourcade aus Frankreich, den der Skandinavier für sich entscheiden konnte. Fourcade zeigte sein ganzes Können und lief ohne einen Schießfehler von Startplatz 28 auf Platz vier vor (+17,5 Sekunden).

Peiffer Fünfter, Birnbacher Vierzehnter

Schempp durfte auch auf den zweiten Platz durchaus stolz sein. Immerhin war es die siebte Podiumsplatzierung in dieser Saison. Und so war sein Fazit: "Ich bin mit dem zweiten Platz unheimlich zufrieden." Auch insgesamt kann das deutsche Team mit der Mannschaftsleistung in diesem Rennen sehr zufrieden sein. So bot Arnd Peiffer eine Superleistung. Nur beim ersten Liegendschießen traf er einmal nicht die Scheibe. Der Routinier aus Clausthal-Zellerfeld verbesserte sich am Ende um vier Plätze und kam mit einem Rückstand von 34,7 Sekunden auf Rang fünf hinter Fourcade ins Ziel.

Andreas Birnbacher startete aufgrund seiner Platzierung im Sprint nur als 41. Dank einer fehlerlosen Schießleistung machte er Runde um Runde Plätze gut. Am Ende lief der Schlechinger mit einem Rückstand von 1,16 Minuten auf Platz 14. Trotz dreier Schießfehler konnte sich Erik Lesser (Frankenhain) mit 1.41,3 Minuten Rückstand von 35 auf 18 verbessern. Zurückgefallen ist dagegen Benedikt Doll (Breitnau): Als Elfter ins Rennen gegangen, musstes Doll fünf Mal in die Strafrunde und rutschte am Ende mit über zwei Minuten Rückstand auf Schipulin auf Rang 23 zurück.

abu/sid/dpa | Stand: 23.01.2016, 16:22

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