Nervenstarke Herrmann gewinnt auch die Verfolgung

Die deutsche Biathletin Denise Herrmann freut sich über ihren Sieg

Zweiter Weltcup-Sieg

Nervenstarke Herrmann gewinnt auch die Verfolgung

Nächster Coup von Denise Herrmann: Die 28-Jährige feierte im schwedischen Östersund ihren zweiten Weltcup-Sieg. Auch Maren Hammerschmidt und Vanessa Hinz waren gut unterwegs.

Herrmann, die erst 2016 vom Langlauf zum Biathlon gewechselt war, hatte auch beim Verfolgungsrennen die Konkurrenz fest im Griff. Die 28-Jährige zeigte sich über die 10-Kilometer-Distanz ausgesprochen nervenstark, traf 18 von 20 Scheiben und ließ auch in der Loipe den Skijägerinnen hinter ihr keine Chance. "Ich hab von Anfang an versucht, mein Rennen zu machen. Liegend zweimal Null war die Basis", freute sich Herrmann, die überraschend in der Weltspitze angekommen ist. "Dass ich es als Erste über die Ziellinie geschafft habe, war unglaublich." Mit einem Rückstand von 25,8 Sekunden wurde die Französin Justin Braizas Zweite. Platz drei sicherte sich die Norwegerin Marte Olsbu (+48 Sekunden).

In Abwesenheit von Topstar Laura Dahlmeier hat sich Herrmann zudem als Zweite im Gesamtweltcup mit vier Zählern hinter Braisaz platziert. Beim kommenden Weltcup in Hochfilzen startet sie nun in Sprint und Verfolgung im Roten Trikot. Der Konkurrenz schickte sie selbstbewusst noch eine Kampfansage hinterher: "Ich will das hohe Niveau halten."

Herrmann räumt Liegend alles ab

Herrmann hatte das Rennen als Sprintsiegerin eröffnet. Die 29-Jährige ging mit 15 Sekunden Vorsprung auf Braisaz ins Rennen, baute die Führung sogar aus und ging nach einem fehlerfreien ersten Schießen weiter als Führende in Runde zwei. Auch Hammerschmidt und Franziska Hildebrand blieben fehlerfrei, Hinz und Franziska Preuß kassierten dagegen eine Strafrunde.

Fünf Treffer auch beim zweiten Liegendschießen - Herrmann behielt die Nerven und erhöhte den Druck auf das Verfolgerfeld. Braizas blieb als beste Skijägerin direkt hinter der 28-Jährigen. Dieses Mal mussten auch Hammerschmidt und Hildebrand eine Strafrunde drehen. Hinz traf alle Scheiben.

Zwei Fehlschüsse locker weggesteckt

Stehend lief es dann nicht ganz so optimal für Herrmann, die zweimal in die Strafrunde musste. Braisaz traf dagegen perfekt und übernahm die Führung vor der Sächsin. Nervenstark zeigten sich auch Hammerschmidt und Hinz, die alle Scheiben abräumten und weiter unter den Top-Ten mitliefen.

Beim vierten Schießen hielten sowohl Braisaz als auch Herrmann dem Druck stand und räumten alle Scheiben ab. Die Französin ging als Erste in die Schlussrunde, doch Herrmann drehte auf und hängte die Verfolgerin einfach ab. Das starke Ergebnis komplettierten Hammerschmidt und Hinz als Fünfte und Achte. Preuß (Haag) wurde 26., Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) 35. Nicht dabei war Karolin Horchler, sie hatte als 61. im Sprint das Verfolgungsrennen knapp verpasst.

Thema in: B5 aktuell, 03.12.2017, 15.05 Uhr

mla | Stand: 03.12.2017, 14:10

Biathlon | Weltcupstand Damen

Name P
1. Kaisa Mäkäräinen 196
2. Marte Olsbu 183
3. Synnöve Solemdal 179
4. Julia Dschima 175
5. Denise Herrmann 167

Biathlon | Weltcupstand Herren

Name P
1. Martin Fourcade 264
2. Johannes Thingnes Bö 238
3. Jakov Fak 216
4. Simon Schempp 176
5. Tarjei Bö 170

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