Lesser im Sprint Dritter hinter Bö und Fourcade

Biathlon in Östersund

Lesser im Sprint Dritter hinter Bö und Fourcade

Erik Lesser hat seinen ersten Podestplatz der Saison im Sprint eingefahren. Im schwedischen Östersund musste sich der 29-Jährige nur Tarjei Bö und Topstar Martin Fourcade geschlagen geben.

Was für ein Rennen für Lesser und Simon Schempp: Beide präsentierten sich am Samstag (02.12.2017) schnell in der Loipe und am Schießstand. Beim zweiten Anschlag leider jeweils nicht ganz treffsicher. Lesser blieb nach seiner Strafrunde unbeeindruckt und hatte im Ziel nur 3,7 Sekunden Rückstand auf Sieger Bö.

Kritisch war der 29-Jährige trotzdem. "Ich bin nicht 100 prozentig zufrieden. Der letzte Schuss hätte noch passen können", sagte Lesser. Auch bei Schempp lief es bis zum Stehendanschlag wie am Schnürchen. Seine Chance aufs Podest musste er allerdings nach seinem Fehlschuss abhaken. Platz fünf und nur 15 Sekunden Rückstand für das Verfolgungsrennen am Sonntag bedeutet trotzdem eine hervorragende Ausgangsposition. "Ich bin schon sehr zufrieden mit dem Ausgang. Heute war schon bei weitem besser als im Einzel", so der 29-Jährige. Lesser und Schempp lösten damit auch das Ticket für Olympia.

Bö schlägt Fourcade

Den Sieg holte sich der Norweger Bö, der den Franzosen Fourcade mit 0,7 Sekunden Vorsprung knapp auf Platz zwei verwies. Auch Bö und Fourcade kassierten einen Schießfehler. Zunächst hatte dann allerdings der Franzose auf der letzten Runde den Turbo gezündet und eine starke Zeit abgeliefert. Doch der Norweger war in 22:40.6 Minuten am Ende doch einen Tick schneller unterwegs und sicherte sich den Erfolg vor dem sechsmaligen Gesamtweltcupsieger.

Auch Kühn läuft in die Top-Ten

Ein starkes Rennen lief auch Johannes Kühn. Zwar setzte auch er einen Schuss daneben, konnte sich dann aber mit seiner Laufleistung als Neunter ganz vorne einordnen. Der Bayer war in der letzten Saison nach einer Schulterverletzung noch ausgefallen und freute sich über sein gelungenes Comeback. "Meine Beine waren heute nicht die Besten. Das Ergebnis ist super, deshalb ist es aber egal wie die Beine waren", so Kühn, der damit die halbe Olympia-Norm erfüllte.

Arnd Peiffer musste dagegen zwei Mal in die Strafrunde und konnte sich als 28. knapp vor Benedikt Doll (30.) platzieren. Der Sprintweltmeister kassierte drei Fehler und kam mit 1:04.1 Minuten Rückstand hinter dem Sieger ins Ziel. Philipp Nawrath beendete das Rennen als 47.

Thema in: B5 aktuell, 02.12.2017, 16.55 Uhr

mla | Stand: 02.12.2017, 15:42

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