Biathleten geschwächt nach Antholz

Laura Dahlmeier

Weltcup in Antholz

Biathleten geschwächt nach Antholz

Ohne Überfliegerin Laura Dahlmeier und Newcomerin Maren Hammerschmidt geht heute das Sprintrennen von Antholz über die Bühne. Beide müssen eine Zwangspause einlegen.

Laura Dahlmeier (Partenkirchen) und Maren Hammerschmidt (Winterberg) verpassen den Auftakt beim Biathlon-Weltcup im italienischen Antholz. Beide Skijägerinnen haben sich einen Infekt zugezogen und können beim Sprintrennen (14.30 Uhr/live im Ersten) und auch am Samstag bei der Verfolgung nicht starten. Das gab Bundestrainer Gerald Hönig am Mittwoch nach dem Training bekannt. "Das ist schade, aber die Gesundheit kommt vor jedem Erfolg. Wir wissen, was für eine Gefahr besteht, wenn man angeschlagen Wettkämpfe läuft. Da gehen wir kein Risiko ein", so Hönig am Mittwoch.

Grünes Licht für Staffelrennen?

Die 22-jährige Dahlmeier hat die Reise nach Italien erst gar nicht angetreten. Die mit vier Saisonsiegen erfolgreichste deutsche Biathletin soll sich in ihrer bayerischen Heimat auskurieren. Ob sie nachreist und beim abschließenden Staffelrennen am Sonntag antritt, soll kurzfristig entschieden werden. Trotz der Ausfälle nominierte der Deutsche Skiverband (DSV) keine weitere Athletin nach. Im Sprint gehen nur die Gesamtweltcup-Dritte Franziska Hildebrand, Karolin Horchler (beide Clausthal-Zellerfeld), Miriam Gössner (Garmisch) und Vanessa Hinz (Schliersee) an den Start. Franziska Preuß muss wegen ihrer Steißbeinverletzung noch immer pausieren, Luise Kummer rückte wieder ins zweite Glied.

Herren-Team komplett und erfolgshungrig

Mark Kirchner

Mark Kirchner

Bei den Herren ist nach der Rückkehr von Simon Schempp wieder alles in Butter. Herren-Bundestrainer Mark Kirchner, der zuletzt in Ruhpolding einen Sieg im Massenstart durch Erik Lesser feiern konnte, sagte: "Wir sind gut aufgestellt und können mit dem ein oder anderen Athleten in der engen Weltspitze ein Wort mitreden."

Neben Lesser und dem wieder genesenen Simon Schempp werden Andreas Birnbacher, Benedikt Doll, Johannes Kühn und Arnd Peiffer zum Einsatz kommen. "Wir sind eine starke Truppe und haben mit Arnd, Simon und Erik nun drei Athleten, die in diesem Winter bereits auf dem Podium gestanden haben", sagt Kirchner und prophezeit in Antholz sogar eine Leistungssteigerung: "Wir sind bisher so gefahren, dass wir in unseren dreiwöchigen Wettkampfzyklen in der letzten Woche immer gute Leistungen gezeigt haben. Das liegt sicher ein Stück weit an unserer Trainingsmethodik. Simon ist nach seinem krankheitsbedingten Ausfall mit Platz sechs wieder gut in die Wettkämpfe gestartet. Erik hat Selbstbewusstsein getankt, Arnd, Benedikt und Andreas haben in Ruhpolding gute Platzierungen erreicht. Daher hoffen wir, dass wir auch in Antholz noch einmal ganz gut punkten werden."

Dahlmeier - "Könnte ganz schnell Schluss sein"

Indes beschäftigte sich Laura Dahlmeier schon einmal mit dem Ende ihrer Laufbahn. Der "Sport Bild" sagte sie: "Es könnte ganz schnell Schluss sein. Ich glaube nicht, dass ich den Sport ewig mache." Die Belastung sei "einfach brutal". "Mir macht esaktuell unheimlich viel Spaß, aber irgendwann ist man körperlich und geistig am Ende." Und außerdem hat die begeisterte Bergsteigerin noch andere Lebensziele: "Ich möchte in meinem Leben noch so viele andere Sachen machen. Zum Beispiel möchte ich unbedingt mal eine Expedition auf einen hohen Berg in Nepal machen."

Stand: 20.01.2016, 12:26

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