Biathleten wollen härtere Dopingstrafen

Forderungskatalog an IBU

Biathleten wollen härtere Dopingstrafen

Dopingsperren von bis zu acht Jahren, knallharte Strafen für Sünder und ihre Verbände: Mehr als 170 Biathleten verschiedener Nationen haben den Weltverband IBU einen Brief mit Forderungen übergeben.

Die Biathleten haben den Weltverband IBU nach den Dopingvorwürfen gegen Russland in einem gemeinsamen Brief zum Handeln aufgefordert. "Wir Athleten haben uns diese Woche noch einmal zusammengesetzt und ein kleines Papier aufgesetzt", sagte Erik Lesser am Sonntag.

Brief mit Forderungen an IBU

Biathlon-Weltcup in Oberhof

Lesser: Bei Doping längere Sperren, Verlust von Startplätzen.

Der Brief, der schon nach einem Athleten-Treffen in Oberhof in der vergangenen Woche angekündigt worden war, wurde in den vergangenen Tagen in der bayerischen Biathlon-Hochburg von den Skijägerin unterzeichnet. "Wir stellen uns vor, dass bei einem ganz klaren Dopingverstoß die Höchststrafe bei acht Jahren liegt, dass die Nationen, die Dopingfälle haben, auch ihre Startplätze verlieren", sagte Lesser.

Außerdem sollten auch Nationen finanziell härter bestraft werden. "Es gibt natürlich die großen Nationen, da nenne ich bewusst Russland zuerst, da spielt Geld nicht unbedingt eine Rolle. Wenn du denen sagst, überweis' mal 100.000 Euro, dann sagen die: 'Wollt ihr nicht 300.000 haben?' Das ist denen wurscht", sagte Lesser.

Konsequent bestrafen

Den Sportlern sei bewusst, meinte der Thüringer, dass es keine positiven Fälle gebe. "Aber wenn es den Fall gibt, dass es eine positive Probe gibt, dann müssen die Sportler die gedopt haben, mit aller Konsequenz, mit aller Härte bestraft werden."

IBU trifft Samstag weitere Entscheidungen

Nach dem Dopinganschuldigungen aus dem McLaren-Report gegen 31 russische Skijäger hat der Weltverband für kommenden Samstag (21.01.2017) in Antholz eine außerordentliche Vorstandssitzung einberufen. Dort sollen weitere Entscheidungen getroffen und die Ergebnisse veröffentlicht werden. Zu der Pressekonferenz sind auch die Sportler eingeladen. Auch Martin Fourcade wird teilnehmen. "Ich höre mir an, was die IBU zu sagen hat, und wenn ich damit nicht zufrieden bin, werde ich das auch sagen", kündigte der Weltcup-Spitzenreiter an.

dpa/sid | Stand: 15.01.2017, 14:03

Biathlon | Weltcupstand Damen

Name P
1. Laura Dahlmeier 1211
2. Gabriela Koukalova 1089
3. Kaisa Mäkäräinen 971
4. Marie Dorin Habert 856
5. Dorothea Wierer 719

Biathlon | Weltcupstand Herren

Name P
1. Martin Fourcade 1322
2. Anton Schipulin 918
3. Johannes Thingnes Bö 812
4. Arnd Peiffer 746
5. Simon Schempp 741

Wintersport im TV

Heute
Sa
So
Mo
Di
Mi
Do
Darstellung: