Kein Happy End für Biathlon-Herren
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Staffel der Herren
Kein Happy End für Biathlon-Herren
Die deutschen Biathleten haben im Staffelrennen von Antholz ein Fiasko erlebt. Ohne Andreas Birnbacher und Simon Schempp patzte diesmal der sonst sichere Schütze Erik Lesser. Der Sieg ging an die französische Staffel.
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Die deutschen Biathlon-Herren haben auch in der Staffel kein Erfolgserlebnis gefeiert. Ohne Andreas Birnbacher (Magen-Darm-Infekt) und Simon Schempp (Rückenprobleme) reichte es für das DSV-Quartett nur zum siebten Platz. Und erneut patzte einer der deutschen Herren am Schießstand.
Frankreich erneut ganz vorn
Den Sieg sicherte sich die französische Staffel. In einem spannenden Rennen setzte sich das Quartett gegen Russland durch. Die Entscheidung fiel hier zwischen den beiden Schlussläufern Dmitry Malyshko und Martin Fourcade. Beim letzten Schießen mussten beide zweimal nachladen, Fourcade war aber schneller. Den dritten Platz sicherten sich die erneut starken Österreicher.
Graf startet gut - Lesser mit Blackout
Dabei ging es noch recht verheißungsvoll los. Startläufer Daniel Graf musste beim Stehend-Anschlag zwar dreimal nachladen. Doch dank einer guten Laufleistung übergab er noch aussichtreich an Erik Lesser. Entsprechend war Graf nach seinem Lauf auf zufrieden: "Es waren einige Leichtsinnsfehler. Ich habe da 30 Sekunden verloren. Läuferisch habe ich mich gut gefühlt und bin richtig gut rangekommen."
Lesser schien sich richtig im Vorderfeld zu etablieren. Nach einem astreinen Liegend-Schießen lag er nur noch 16 Sekunden hinter der Spitze. Dann kam aber der Stehend-Anschlag und es passierte das Unfassbare: Trotz dreier Nachlader musste der Thüringer viermal in die Strafrunde. Er übergab mit knapp zwei Minuten Rückstand als 15. auf Arnd Peiffer und hatte danach keine Erklärung für seinen Blackout: "Ich habe auch keine Idee. Die Dinger gehen ganz knapp vorbei. Mir ist das schon peinlich. Das ärgert mich."
Peiffer erleichtert - Kühn stark
Arnd Peiffer zeigte sich nach seinen schwachen Einzelrennen verbessert und ließ den Rückstand nicht noch größer werden. Besonders am Schießstand lief es besser. "Es war wichtig für mich nach einem katastrophalem Sprint und einem schlimmen Verfolger. Ich wollte eigentlich nicht starten, es ging aber erstaunlich gut." Johannes Kühn ging auf Position neun auf die Schlussrunde. Und der 21-Jährige zeigte bei seinem Staffel-Debüt keine Nerven, räumte im Liegend-Anschlag alle Scheiben ab und blieb auch beim letzten Schießen ohne Fehl und Tadel. So wurde es am Ende ein noch halbwegs versöhnlicher siebter Platz.
re | Stand: 20.01.2013, 15:32