Höhenflüge und Abstürze

Höhenflüge und Abstürze

Gabriela Soukalova krönt ihre Biathlon-Laufbahn mit dem erstmaligen Gewinn des Gesamtweltcups. Der große Gregor Schlierenzauer erlebt dagegen eine Debakel-Saison, sogar die Fortsetzung seiner Skisprung-Karriere steht in Frage. Die Auf- und Absteiger dieses Winters.

Aleksander Aamodt Kilde

Aufsteiger: Aleksander Aamodt Kilde

Einer der großen Gewinner dieses Winters: Aleksander Aamodt Kilde gelingt in dieser Saison der Durchbruch bei den Alpinen. Der 23-jährige Norweger schafft seine ersten beiden Weltcupsiege - je einen in Abfahrt und Super-G - und holt sich auch die kleine Kristallkugel im Super-G.

Aufsteiger: Aleksander Aamodt Kilde

Einer der großen Gewinner dieses Winters: Aleksander Aamodt Kilde gelingt in dieser Saison der Durchbruch bei den Alpinen. Der 23-jährige Norweger schafft seine ersten beiden Weltcupsiege - je einen in Abfahrt und Super-G - und holt sich auch die kleine Kristallkugel im Super-G.

Aufsteiger: Peter Fill

Der alpine Speedspezialst fährt zwar schon seit 2002 Weltcup-Rennen, doch ein Dominator in Abfahrt und Super-G war er nie. Mit 33 Jahren gelingt ihm endlich der Coup: Er gewinnt nicht nur erstmals die legendäre Streif, sondern holt sich auch die kleine Kristallkugel in der Abfahrt - als erster Italiener überhaupt.

Aufsteigerin: Gabriela Soukalova

Klar, eine Unbekannte ist Gabriela Soukalova nicht. Seit Jahren mischt die Tschechin in der Weltspitze mit. Nun hat es die 26-Jährige auf den Biathlon-Thron geschafft: Erstmals gewinnt sie den Gesamtweltcup.

Aufsteiger: Andreas Sander

Seit 2008 bestreitet Andreas Sander für den DSV alpine Weltcup-Rennen - mit meist bescheidenem Erfolg. In dieser Saison platzt plötzlich der Knoten beim 26-jährigen Westfalen: In der Abfahrt von Santa Caterina und im Super-G von Kitzbühel fährt er seine ersten Top-Ten-Plätze ein. Im Saisonfinale in St. Moritz setzt er mit einem sechsten Platz im Super-G sogar noch einen drauf.

Aufsteiger: Domen Prevc

Ein Prevc tummelt sich schon seit zwei Jahren in der Skiprung-Weltspitze - nämlich Peter. Sein jüngerer Bruder Domen stößt in dieser Saison aus dem Nichts hinzu. Der 16-jährige Slowene wird bei seinem ersten Weltcup-Einsatz in Klingenthal gleich Achter. Kurz darauf steht er in Engelberg als Zweiter erstmals auf dem Podest - neben Sieger Peter (Foto).

Aufsteiger: Norwegens Skispringer

In den vergangenen Jahren konnten die norwegischen Skispringer selten an frühere große Erfolge anknüpfen. Das ändert sich in dieser Saison schlagartig: Die neue Generation um Kenneth Gangnes, Johann André Forfang, Anders Fannemel und Daniel-André Tande ist bei Teamspringen inzwischen praktisch unschlagbar. Sie holen auch den WM-Titel beim Teamfliegen.

Aufsteigerin: Tatjana Hüfner

Tatjana Hüfner startet mit schlechten Vorzeichen in die Saison: Eine Achillessehnen-Verletzung plagt sie zu Beginn des Winters. Doch dann liefert sich die 32-jährige Thüringerin die ganze Saison über ein packendes Duell mit ihrer teaminternen Rivalin Natalie Geisenberger. Am Ende holt Geisenberger den Gesamt-Weltcup. Tatjana Hüfner darf sich über den Europameister-Titel freuen.

Aufsteigerin: Tina Hermann

Skeletonpilotin Tina Hermann holt sich im österreichischen Igels den WM-Titel. Eine Woche später beendet sie ihre beeindruckende Saison mit dem Weltcup-Gesamtsieg auf ihrer Heimbahn am Königssee. Zum ersten Mal holt sich die 23-Jährige damit auch die Kristallkugel.

Aufsteigerin: Silvia Mittermüller

Die Snowboarderin Silvia Mittermüller hat beim Saisonfinale im tschechischen Spindleruv Mlyn Historisches geschafft. Die 32-Jährige aus Bischofswiesen gewann als erste Deutsche einen Weltcup im Slopestyle. Mittermüller hatte zuvor noch nie im Finale der Top 6 gestanden. Bei ihren acht Starts im Weltcup war sie nicht über Rang acht hinausgekommen.

Aufsteiger: Jan Magnus Riiber 

Er ist der Aufsteiger in der Nordischen Kombination. Der erst 18-jährige Norweger feierte in Oslo seinen ersten Weltcup-Sieg. Einen weiteren in Lahti verbaute er sich selbst, als er in Führung liegend im Zielbereich falsch abbog. Insgesamt stand er vier Mal auf dem Treppchen. Es ist klar: Riiber gehört die Zukunft. Sprungstark und bereits richtig gut auch in der Loipe. 

Aufsteiger: Won Yunjong

So etwas wie ein Wunder schaffen zwei Südkoreaner: Won Yunjong gelingt der erste asiatische Triumph im Bob-Weltcup. Gemeinsam mit seinem Anschieber Seo Youngwoo holt der 30-Jährige den ersten Gesamt-Weltcup im Zweierbob – und weist damit schon einmal auf die Olympischen Spiele 2018 in Pyeongchang hin.

Absteiger: Gregor Schlierenzauer

Jahrelang dominierte Gregor Schlierenzauer die Skisprung-Szene nach Belieben. Mit 53 Weltcup-Siegen ist er Weltrekordhalter, zehn WM-Titel sammelte er. Doch in diesem Winter geht plötzlich nichts mehr. Während der Saison steigt er aus. Der 26-Jährige lässt offen, ob er seine Karriere fortsetzt.

Absteiger: Kamil Stoch

2013 Weltmeister, 2014 zweifacher Olympiasieger, in der Saison 2014/15 immerhin noch in den Top Ten im Gesamtweltcup - doch in diesem Winter kommt auch der polnische Skispringer Kamil Stoch auf keinen grünen Zweig mehr.

Absteiger: Marinus Kraus

Und noch ein Skispringer, bei dem es aktuell nicht läuft: In dieser Saison hat der 25-jährige Oberbayer kaum noch Weltcup-Einsätze. In Sotschi war Marinus Kraus noch fester Bestandteil der deutschen Mannschaft, die Gold im Teamspringen holte.

Absteiger: Deutsche Skispringerinnen

Auch bei den deutschen Damen läuft in diesem Winter nicht viel zusammen. Kein einziger Podestplatz springt heraus. Den Gesamtweltcup beendet Carina Vogt - 2014 Olympiasiegerin und 2015 zweifache Weltmeisterin - als beste Deutsche auf Rang elf.

Absteiger: Österreichs Slalom-Damen

Kein einziger Stockerl-Platz im Slalom in der gesamten Saison - bei den österreichischen Alpin-Damen gab es so etwas schon sehr lange nicht mehr. Ärgerlich für Michaela Kirchgasser (Foto): Drei Mal wurde sie Vierte.

Absteiger: Pawel Kulischnikow 

Dem russischen Sprint-Weltmeister im Eisschnelllauf droht eine lebenslange Sperre wegen Dopings. Der 500-m-Weltrekordler wurde positiv auf die seit Jahresbeginn verbotene Substanz Meldonium getestet. Kulischnikow ist Wiederholungstäter und war bereits 2012 für zwei Jahre gesperrt worden.

Stand: 20.03.2016, 12:11 Uhr

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