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Skeleton-Weltmeisterin Lölling bestens für Olympia gerüstet

Jacqueline Lölling

Skeleton-Weltmeisterin Jacqueline Lölling hat zum zweiten Mal in Folge den Gesamtweltcup gewonnen. Die 22-Jährige aus Winterberg triumphierte beim letzten Saisonrennen am Freitag (19.01.2018) am Königssee und verwies Lokalmatadorin Tina Hermann und die Österreicherin Janine Flock auf die Plätze zwei und drei. Anna Fernstädt (Berchtesgaden) fiel noch von Rang eins auf fünf zurück. Lölling stand nach Platz vier im ersten Durchgang unter Druck: "Ich habe mir für den zweiten Lauf vorgenommen, weniger Fehler zu machen und nach vorne zu fahren. Ich bin froh, dass es geklappt hat." Das Damen-Rennen war am Vormittag nach rund der Hälfte der Starterinnen wegen starken Schneefalls abgebrochen und am Nachmittag neu gestartet worden.

Skeletoni Jungk feiert ersten Weltcupsieg

Sieger Axel Jungk zwischen den lettischen Brüdern Martins und Thomass Dukurs

Skeleton-Vizeweltmeister Axel Jungk aus Oberbärenburg hat das Weltcup-Finale und damit auch die Olympia-Generalprobe für sich entschieden. Der 26-Jährige feierte am Freitag (19.01.2018) seinen ersten Weltcupsieg. Beim Rennen am Königssee setzte er sich nach zwei Läufen mit zwei Hundertstelsekunden vor dem Letten Martins Dukurs durch. Dritter wurde dessen Bruder Tomass Dukurs. "Der Weltcupsieg ist wichtig für die Mentalität. Wenn man gut aufhört, geht man auch gut nach Olympia, dort ist eine Medaille schon mein Ziel", sagte Jungk. Der Oberhofer Christopher Grotheer wurde Fünfter vor dem Winterberger Alexander Gassner.

Nico Ihle verpatzt Olympia-Generalprobe in Erfurt

Nico Ihle beim 500-Meter-Lauf in Erfurt

Vize-Weltmeister Nico Ihle hat die Olympia-Generalprobe der Eisschnellläufer über 500 Meter verpatzt. Am ersten Tag des Weltcups in Erfurt kam der Chemnitzer nach zwei Fehlern auf der Startgerade in 35,62 Sekunden nur auf Platz 17. Bereits bei den ersten Schritten leistete sich der Sachse einen Stolperer und strauchelte kurz vor der 100-Meter-Linie erneut. Der Sieg über 500 Meter ging an den Ex-Weltmeister Pawel Kulischnikow aus Russland. Zweiter wurde der Olympia-Dritte Michel Mulder aus den Niederlanden vor dem Russen Artjom Kusnezow.

Snowboarderin Mittermüller ergattert Olympia-Ticket

Silvia Mittermüller

Freestyle-Snowboarderin Silvia Mittermüller hat ihren Startplatz bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang fix. Die Münchnerin profitierte dabei von der Absage des Slopestyle-Wettkampfs am Freitag (19.01.2018) in Laax. Die 34-Jährige kann nun nicht mehr von einem internationalen Quotenplatz für den Saisonhöhepunkt in Südkorea verdrängt werden. Pech hatte dagegen Mittermüllers Teamkollegin Nadja Flemming. Mit der Absage von Laax wurde sie um die Möglichkeit gebracht, sich in die entscheidenden Top 30 der Olympia-Starterliste vorzukämpfen.

Eistänzer Lorenz/Polizoakis sagen EM-Start ab

Kavita Lorenz/Panagiotis Polizoakis

Die Oberstdorfer Eistänzer Kavita Lorenz und Panagiotis Polizoakis haben ihren Start bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Moskau abgesagt. Die dreimaligen deutschen Meister müssen verzichten, weil der 22-jährige Polizoakis an einer fiebrigen Grippe erkrankt ist. Teamarzt Sven Authorsen sagte: "Joti ist mit einem leichten Infekt angereist, der sich Tag für Tag verschlechtert hat.“ Man wolle kein Risiko eingehen, Polizoakis solle sich bis Olympia auszukurieren. Zuvor hatten bereits die Paarlauf-WM-Zweiten Aljona Savchenko/Bruno Massot und der Berliner Peter Liebers aus Verletzungsgründen zurückgezogen.

Shorttrack-Trainer soll Läuferin geschlagen haben

Shim Suk Hee

Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang hat ein Zwischenfall im Shorttrack-Lager der Heimmannschaft für Ärger gesorgt. Ein Trainer des Olympia-Shorttrackteams der Frauen sei suspendiert worden, weil er die Kapitänin Shim Suk Hee (20) während des Trainings geschlagen haben soll, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap am Freitag unter Berufung auf die koreanische Eislauf-Union (KSU). Zunächst war unklar, wer der beschuldigte Trainer ist. Der Vorfall ereignete sich den Berichten zufolge am Dienstag im staatlichen Trainingszentrum in Jincheon. Shim sei aber mittlerweile wieder zurück im Teamtraining. Shorttrack gilt als aussichtsreichste Disziplin auf Medaillen für den Gastgeber.

US-Skistar Julia Mancuso hört auf

Julia Mancuso als "Wonder Woman"

US-Skirennfahrerin Julia Mancuso hat ihre Karriere beendet und in Cortina d'Ampezzo an diesem Freitag ihre Abschiedsfahrt vom alpinen Weltcup absolviert. Die 33-jährige kam nach einer Hüft-Operation in den vergangenen drei Jahren nicht mehr an ihr früheres Leistungsniveau heran. Mancuso hat bei Großereignissen so viele Medaillen gewonnen wie keine andere Skirennfahrerin aus den USA. Bei Olympia holte sie neben Gold im Riesenslalom 2006 noch zweimal Silber bei den Spielen 2010 in Abfahrt und Kombination sowie Bronze in der Kombination 2014. Dazu kommen fünf WM-Medaillen. Das Rennen in Cortina d'Ampezzo, dem Ort, an dem Mancuso im Januar 2006 den ersten von insgesamt 36 Podestplätzen einfuhr, war ihr 399. im alpinen Ski-Weltcup. Ihre letzte Fahrt absolvierte sie ohne Startnummer, dafür in einem Wonder-Woman-Kostüm mit wehendem roten Umhang. Sie winkte den Zuschauern zu, kam mit 18 Sekunden Rückstand, aber dafür unter tosendem Applaus ins Ziel. Bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang wird Mancuso dann nicht mehr als Sportlerin, sondern als TV-Expertin beim amerikanischen Sender NBC zu sehen sein.

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