Sieg statt Fehlstart für deutsche Wasserballer

Mateo Cuk

Europameisterschaft in Serbien

Sieg statt Fehlstart für deutsche Wasserballer

Zwei Tage nach der 5:16-Pleite zum EM-Auftakt gegen den Olympiazweiten Italien gewannen die deutschen Wasserballer von Bundestrainer Patrick Weissinger nach einem desolaten Start noch 11:9 (1:3, 4:3, 3:2, 3:1) gegen Außenseiter Georgien. Nicht so erfolgreich lief es für die deutschen Frauen.

"Das war ein sehr hartes Stück Arbeit", sagte Weissinger: "Wie schon beim Italien-Spiel waren wir gerade zu Beginn nicht wach genug. Dann brauchten wir viel Geduld." Auch Kapitän Julian Real (Duisburg) haderte mit dem verschlafenen Start: "Ob das an der frühen Uhrzeit lag, weiß ich im Augenblick nicht."

Im letzten Gruppenspiel am Freitag 15.01.15) gegen Rumänien muss für die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) ebenfalls ein Sieg her, um sich in der Vorrunde zumindest Platz zwei hinter Gruppenfavorit Italien zu sichern. Damit könnte man im Achtelfinale einem absoluten Topteam vielleicht aus dem Weg gehen.

Rumänien-Partie als wichtigstes Spiel

"Das Spiel gegen Rumänien am Freitag wird unser wichtigstes Spiel hier", meinte Weissinger. Die Wasserballer wollen bei der EM mindestens Platz acht erreichen, der zur Teilnahme am Olympia-Qualifikationsturnier im April in Italien berechtigen würde. Dort werden voraussichtlich noch vier Tickets für Rio vergeben.

Erfolgreichster deutscher Schütze beim ersten Spiel überhaupt gegen Georgien war mit drei Treffern Heiko Nossek (Esslingen). Kapitän Julian Real (Duisburg) traf zweimal gegen den Außenseiter aus der Kaukasusrepublik.

Frauen kassieren klare Niederlage

Die deutschen Wasserball-Frauen haben derweil eine erwartete Niederlage kassiert. Gegen den Weltmeisterschaftsdritten und Rekordeuropameister Italien unterlag das Team von Bundestrainer Milos Sekulic am Mittwoch in Belgrad deutlich mit 3:22 (0:5, 1:5, 1:6, 1:6). Zum Auftakt hatte Deutschland 14:13 gegen Gastgeber Serbien gewonnen.

Am Freitag steht die wohl wichtigste Vorrundenbegegnung gegen Frankreich an. Der Sieger hat beste Aussichten auf das Viertelfinale und einen Platz beim Olympia-Qualifikationsturnier im niederländischen Gouda (21. bis 28. März).

Stand: 13.01.2016, 11:26

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