Wasserballer wahren Olympia-Chance

 Julian Real

EM in Belgrad

Wasserballer wahren Olympia-Chance

Die deutschen Wasserballer haben bei der EM einen echten Krimi gegen die Slowakei für sich entschieden und wahren damit die Chance, sich für Olympia zu qualifizieren.

Nur 13 Stunden nach dem bitteren Achtelfinal-Aus gegen Russland gewann das Team von Bundestrainer Patrick Weissinger am Montag (18.01.2016) das erste Spiel der Platzierungsrunde in Belgrad gegen die Slowakei mit 16:15 (1:3, 1:1, 4:2, 2:2, 8:7) nach Fünfmeterwerfen. Nach einem 1:4 und einem 6:8 drehte das deutsche Team gegen den eher zweitklassigen Konkurrenten noch das Spiel. In der regulären Spielzeit trafen Marko Stamm, Marin Restovic (beide Berlin) und Heiko Nossek (Esslingen) je zweimal, sowie Bukowski und Maurice Jüngling (Berlin).

Weissinger: "Überragende Teammoral"

"Wir haben eine überragende Teammoral gezeigt, auch wenn wir das Spiel in der regulären Zeit hätten entscheiden müssen. Jetzt hatten wir das Glück auf unserer Seite, das war in diesem Turnier bislang nicht so", sagte Weissinger und kritisierte zugleich die Ansetzungen: "Wir müssen knapp 14 Stunden nach unserem letzten Spiel schon wieder ins Wasser, die Slowakei hatte dagegen eineinhalb Tage Pause."

Olympia-Chance lebt

Ein weiterer Sieg am Mittwoch (10.30 Uhr) gegen Rumänien würde die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) zum Duell um den neunten Rang bei der EM führen. Dieser berechtigt für einen Start beim Olympia-Qualifikationsturnier im April in Italien. Abhängig davon, welche Länder von anderen Kontinenten für das Ausscheidungsturnier melden, reicht möglicherweise auch ein zehnter Rang.

Eine Niederlage gegen die Rumänen, die Deutschland in der Gruppenphase 14:13 geschlagen haben, dürfte aber das Olympia-Aus für das Weissinger-Team bedeuten. Schon bei den Sommerspielen 2012 in London hatte die DSV-Auswahl die sportliche Qualifikation verpasst.

red/dpa/sid | Stand: 18.01.2016, 13:45

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