Volleyballer verpassen direkte Olympia-Qualifikation

Georg Grozer gegen den russischen Block

Erste Niederlage im Qualifikationsturnier

Volleyballer verpassen direkte Olympia-Qualifikation

Die deutschen Volleyballer haben beim Qualifikationsturnier in Berlin ihre erste Niederlage kassiert und damit die direkte Olympia-Qualifikation verpasst.

Das Team von Vital Heynen unterlag im Halbfinale Olympiasieger Russland mit 1:3 (33:31, 22:25, 19:25, 24:26) und muss das Spiel um Platz drei am Sonntag unbedingt gewinnen, um den Traum von Olympia am Leben zu halten. Im kleinen Finale treffen die Gastgeber erneut auf Weltmeister Polen, der sich im zweiten Halbfinale Frankreich geschlagen geben musste. Der Turniersieger ist direkt für Rio qualifiziert, die zweit- und drittplatzierte Mannschaft nimmt an einem weiteren Qualifikationsturnier in Japan teil.

Bundestrainer Heynen schickt erste Sechs auf Feld

Hatte Heynen beim Vorrundensieg über Polen noch einige Leistungsträger geschont, schickte er gegen die Russen zunächst wieder seine Top-Sechs um Diagonalangreifer Georg Grozer und Zuspieler Lukas Kampa aufs Feld. Deutschland erwischte einen guten Start und nutzte in der hochdramatisches Schlussphase den siebten Satzball.

Vor 6.900 Zuschauern und bei phasenweise ohrenbetäubendem Lärm in der Max-Schmeling-Halle ließ die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) im zweiten Satz zunächst nicht nach und ging nach zum Teil spektakulären Rettungsaktionen und einer starken Blockarbeit mit 18:15 in Front. Doch in der Schlussphase fehlten Grozer und Co. die Genauigkeit in den Schlägen, sodass die Russen mit 25:22 ausglichen.

Deutschland nicht mehr so frisch

Auch im dritten Satz war der Olympiasieger zunächst druckvoller. Vor allem der 2,08 m große Mittelblocker Artem Wolwich bereitete der Heynen-Mannschaft mit seinen Angaben immer wieder Probleme. Deutschland wirkte nicht mehr so frisch und hatte früh mit 3:7 das Nachsehen. Mitte des Satzes brachte Heynen erstmals Sebastian Schwarz, der das Spiel der Hausherren zunächst auch etwas beleben konnte. Doch Grozer kam mit seinen Angriffen nicht mehr so oft durch, Russland ging mit 16:10 und 20:14 auf und davon und holte Satz Nummer drei mit 25:19.

In dieser Phase gelang es auch Heynen nicht, das deutsche Spiel mit den richtigen Einwechslungen wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Die DVV-Mannschaft fand kaum noch Mittel gegen die starken Außenangreifer des Gegners und geriet schließlich im erneut umkämpften vierten Satz in der entscheidenden Phase ins Hintertreffen. Russland war an diesem Tag zu stark.

"Müssen am Sonntag Vollgas geben"

`Wir müssen jetzt entspannen und dann am Sonntag Vollgas geben", meinte Grozer mit Blick auf das kleine Finale. `Wir dürfen nicht so sehr nach dem Gegner schielen, sondern müssen auf uns schauen und die bestmögliche Leistung abrufen", forderte Außenangreifer Denis Kaliberda.

sid | Stand: 09.01.2016, 19:15

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