Dämpfer für Kienle: Podest bei 70.3-WM verpasst

Sebastian Kienle

Triathlon

Dämpfer für Kienle: Podest bei 70.3-WM verpasst

Kein Titel Nummer drei, kein Platz auf dem Podium. Das hatte sich Sebastian Kienle anders vorgestellt. Das deutsche Triathlon-Ass wird bei der Halbdistanz-WM Fünfter. 

Mit herunterhängenden Armen schleppte sich Sebastian Kienle ratlos und enttäuscht über die Ziellinie. Der Härtetest für die Hawaii-Mission endete für den 33 Jahre alten deutschen Triathlon-Star nicht auf dem Podest. Rund einen Monat vor der Ironman-WM landete der Mühlackerer bei der Weltmeisterschaft über die Halbdistanz am Sonntag (10.09.2017) auf dem fünften Platz.

Den Titel bei den Männern sicherte sich Javier Gomez. Der fünfmalige Kurzdistanz-Champion aus Spanien sorgte auf der anspruchsvollen finalen Laufstrecke für die Entscheidung und seinen zweiten Halbdistanz-Titel nach 2014. Zweiter wurde der Amerikaner Ben Kanute vor dem Briten Tim Don. Maurice Clavel und Andreas Dreitz belegten die Ränge sechs und acht, damit platzierten sich drei Deutsche unter den Top Ten.

Rückstand schon nach dem Schwimmen

Für Kienle wurde es in der Gesamtzeit von 3:54:46 Stunden nichts mit dem dritten Titel über die Distanz von 1,9 Kilometern Schwimmen, 90 Kilometern Radfahren und 21,1 Kilometern Laufen nach 2012 und 2013. Nachdem er vor einem Jahr bei der WM in Australien auf den letzten Metern um zwei Sekunden von Lokalmatador Tim Reed geschlagen worden war, fiel die Entscheidung zu Kienles Ungunsten diesmal früher.  

Schon nach dem Schwimmen im Tennessee River mit den ersten rund 900 Metern gegen die Strömung (Kienle: "Wie Bergauf-Schwimmen") sah es schlecht aus. Der deutsche Mitfavorit lag 4:11 Minuten hinter Kanute, Gomez lag nur fünf Sekunden zurück.   

Kienle auf dem Rad wie immer stark

Auf dem Rad drehte Kienle auf, lieferte sich zwischenzeitlich ein Duell mit Clavel um Rang zwei. Auf Kanute fehlten ihm beim zweiten Wechsel 3:50 Minuten, auf Gomez hatte er da 26 Sekunden Vorsprung. Auf der Halbmarathon-Strecke musste er Gomez und Don ziehen lassen. Womöglich hatte die brachiale Aufholjagd auf dem Rad zu viel Kraft gekostet.   

Beim Frauen-Rennen hatte Laura Philipp am Samstag den dritten Platz belegt.

dpa | Stand: 10.09.2017, 17:47

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