Kienles Kampf in St. George gegen Brownlee

Alistair Brownlee

Kienles Kampf in St. George gegen Brownlee

Die deutschen Iroman-Superstars haben einen neuen Konkurrenten - vorerst aber nur auf der halb so langen 70.3-Distanz. Es ist kein Geringerer als der zweimalige Olympiasieger Alistair Brownlee. Für den Ex-Ironman-Weltmeister Sebastian Kienle ist der ein "Alien".

Nun mischt Alistair Brownlee auch die Eisenmänner auf. Der Triathlon-Olympiasieger von 2012 und 2016 feierte am Samstag seinen zweiten Sieg über die halbe Ironman-Distanz. Dem Tempo des 29 Jahre alten Briten beim 70.3-Wettbewerb in St. George im US-Bundesstaat Utah konnte auch der deutsche Ironman-Weltmeister von 2014, Sebastian Kienle, nichts engegensetzen. Er brauchte 3:46:20 Stunden für die 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen. Kienle war damit 4:23 Minuten langsamer als Brownlee bei seinem Streckenrekord. Zweiter wurde der Kanadier Lionel Sanders mit 33 Sekunden Rückstand auf Brownlee.

"Ich kam mir vor wie in einem Film: Alien gegen Predator - Ali ist ein Alien", sagte Kienle nach dem Rennen. "Jeder weiß, dass er schnell schwimmen und rennen kann. Es ist auch keine Überraschung, dass er auf den Rad schnell ist. Aber das war eine Lehrstunde."

Hart und wunderschön

Für Brownlee war es der zweite Sieg beim zweiten Start über diese Distanz. "Ein hartes, aber wunderschönes Rennen", meinte Brownlee nach seinem Sieg in St. George. "Das Schwimmen war perfekt für mich, ich konnte dann auf dem Rad mein eigenes Rennen fahren", sagte Brownlee. Beim Laufen ließ er Sanders nicht mehr entscheidend rankommen.

Kienle nahm Rang drei sportlich hin. Sein Augenmerk gilt ohnehin der Ironman-WM im Oktober auf Hawaii und dem nächsten Duell mit dem zweimaligen deutschen Champion Jan Frodeno. "Ich weiß, dass das für gewöhnlich nicht die Zeit im Jahr ist, in der ich in der besten Form bin", sagte Kienle zur aktuellen Wettkampf-Phase. Er könne auch solche Rennen genießen, "selbst wenn ich mal einen Tritt in den Hintern kriege". Der nächste Wettkampf steht für den 32-Jährigen am 3. Juni in der Slowakei an. 

dpa | Stand: 08.05.2017, 13:40

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