Kohlschreiber gewinnt gegen Haas
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Barthel scheitert knapp
Kohlschreiber gewinnt gegen Haas
Triumph für Philipp Kohlschreiber im rein deutschen Auftaktduell in Wimbledon: Er besiegte Thomas Haas hauchdünn. Mona Barthel schied aus.
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Thomas Haas galt als "Dark Horse" von Wimbledon, als Geheimfavorit, als Altmeister mit Ambitionen auf ganz große Siege. Doch in Runde eins des weltweit wichtigsten Tennisturniers war bereits Schluss für den Sieger des Rasenturniers von Halle. Der Routinier verlor den Krimi gegen seinen deutschen Rivalen Philipp Kohlschreiber 6:3, 6:7 (8:10), 7:6 (7:5), 6:7 (1:7), 2:6.
Der Augsburger, im All England Club an Position 27 gesetzt, bewies im Match über 3:14 Stunden den längeren Atem. Kohlschreiber revanchierte sich mit dem Sieg für die Niederlage im Halbfinale von Halle/Westfalen und trifft nun auf den Tunesier Malek Jaziri - eine durchaus lösbare Aufgabe. "Ich habe überhaupt noch nicht weiter im Tableau geguckt, weil ich wusste, dass das gegen Tommy heute Endspielcharakter hat und die Matches gegen ihn immer hart waren", sagte Kohlschreiber. Das Erstrunden-Aus für Haas sei "bitter, weil er auch sehr, sehr gut gespielt hat". Über seine eigene Leistung sagte der Weltranglisten-30.: "Ich habe ein fantastisches Match gespielt."
Von Knöchelverletzung nichts zu spüren
Dabei sah es in den ersten drei Sätzen nicht danach aus, als würde Kohlschreiber seinen "Intimfeind" gefährden können. Haas war der bessere, weil aggressivere Spieler, ließ keinen Breakball zu und musste sich nur vorwerfen lassen, seine Chancen ausgelassen zu haben. Im zweiten Durchgang vergab der 34-Jährige einen Satzball im Tiebreak, erholte sich jedoch und ging mit 2:1 Sätzen in Führung. Dann machte sich allerdings der Altersunterschied auf dem Außenplatz 19 im All England Club immer mehr bemerkbar. Während Haas die Präzision abhanden kam, sein Aufschlag immer mehr wackelte und auch die Flucht ans Netz nichts mehr half, hielt der sechs Jahre jüngere Kohlschreiber sein Niveau. Von der Knöchelverletzung, die er sich beim Vorbereitungsturnier in Eastbourne zugezogen hatte, war nichts mehr zu spüren.
Barthel scheidet knapp aus
Chancenlos in Wimbledon: Mona Barthel
Tennis-Youngster Mona Barthel ist hingegen in der ersten Runde ausgeschieden. Die 21-Jährige verlor am Dienstag (26.06.12) in der Fortsetzung ihrer Partie gegen die an Nummer zwölf gesetzte Russin Vera Swonarewa mit 6:2, 6:7 (3:7), 4:6.
Das Match war am Montagabend beim Stand von 1:1 nach Sätzen wegen Dunkelheit abgebrochen worden. Die deutsche Nummer fünf war trotz der Niederlage nicht unzufrieden mit ihrem Auftritt bei dem mit 20,0 Millionen Euro dotierten Turnier. "Es war ein gutes Match. Ich habe das Gefühl, wieder auf einem guten Weg zu sein", sagte Barthel: "Die Form kommt zurück, die Frage ist nur, wann."
Die Weltranglisten-39. aus Neumünster, die zu Beginn des Jahres ihren bisher einzigen WTA-Titel im australischen Hobart gewonnen hatte, muss weiter auf ihren ersten Zweitrundeneinzug bei dem wichtigsten Rasentennisturnier der Welt warten. Auch bei den French Open in Paris zuletzt hatte sie ihr Auftaktspiel verloren.
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Bilder vom zweiten Tag in Wimbledon
Der zweite Tag des Grand-Slam-Turniers in Wimbledon in Bildern.
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Bachinger ausgeschieden
Kohlschreibers Weg führt ihn nun in Runde zwei, als vierten Deutschen nach Florian Mayer (Bayreuth), Philipp Petzschner (Bayreuth) und Benjamin Becker. Das "Dark Horse" Haas wird - wenn sein Körper mitspielt - erst im kommenden Jahr wieder nach Wimbledon kommen. Ausgeschieden ist auch Matthias Bachinger. Der Münchner unterlag dem Franzosen Kenny de Schepper 4:6, 2:6, 2:6. Und auch Cedrik-Marcel Stebe hat's erwischt. Der 21-Jährige aus Vaihingen/Enz unterlag dem an Position 16 gesetzten Marin Cilic 4:6, 6:3, 3:6, 2:6, lieferte sich mit dem Favoriten jedoch über weite Strecken ein ausgeglichenes Duell.
Regen stoppt Görges und Co.
Julia Görges, Dustin Brown und Björn Phau müssen in Wimbledon nachsitzen. Wegen Regenschauern und einsetzender Dunkelheit konnten die drei Deutschen ihre Auftaktpartien nicht beenden. Die Bad Oldesloerin Görges führt gegen die Israelin Shahar Peer 6:2, 2:1. Phau nimmt sein Match gegen Wayne Odesnik (USA) beim Stand von 6:3, 3:6, 6:7 (3:7), 6:3 wieder auf. Qualifikant Brown aus Winsen an der Aller steht gegen den an Nummer sieben gesetzten David Ferrer beim Stand von 6:7 (5:7), 4:6, 1:1 vor dem Aus. Die Juniorensiegerin der French Open, Annika Beck aus Bonn, konnte ihr Grand-Slam-Premierenmatch bei den Erwachsenen gegen die Weißrussin Olga Goworzowa gar nicht erst beginnen.
sid | Stand: 26.06.2012, 15:39