Garbiñe Muguruza gewinnt zum ersten Mal in Wimbledon

Damen-Finale

Garbiñe Muguruza gewinnt zum ersten Mal in Wimbledon

Garbiñe Muguruza hat zum ersten Mal in ihrer Tennis-Karriere den Titel in Wimbledon gewonnen. Die Spanierin besiegte Venus Williams.

Muguruza triumphierte als zweite Spanierin in der 131-jährigen Geschichte des Tennisturniers in Wimbledon. Die 23-Jährige setzte sich gegen die 14 Jahre ältere Amerikanerin mit 7:5, 6:0 durch und feierte ihren zweiten Majortitel nach den French Open 2016.

Juan Carlos mit dabei

Garbiñe Muguruza mit der Wimbledon-Trophäe

Muguruza holte ihren ersten Wimbledon-Titel.

In ihrer Ecke jubelte ihre Landsfrau Conchita Martinez, die 1994 im Finale Rekordsiegerin Martina Navratilova besiegt hatte, in der Royal Box klatschte der abgedankte spanische König Juan Carlos. Auch die Wimbledonsiegerinnen Martina Navratilova, Marion Bartoli und Billie Jean King freuten sich mit Muguruza.

Kraft und Präzision

Venus Williams verpasste dagegen ihren sechsten Titel, neun Jahre nachdem sie zum bislang letzten Mal die Schale gewann. Anders als ihre Schwester Serena, die Muguruza 2015 im Endspiel bezwungen hatte und in diesem Jahr schwanger fehlte, musste sie sich der Kraft und Präzision der gebürtigen Venezolanerin beugen.

"Venus ist so eine unglaubliche Person, ich habe sie schon spielen sehen, als ich aufgewachsen bin. Natürlich war ich heute nervös, habe es aber nicht gezeigt", sagte Muguruza mit der Venus-Rosewater-Schale in der Hand.

Nur einen Satz verloren

Muguruza, die im Turnier nur einen Satz gegen Angelique Kerber verloren hatte, behielt vor allem im ersten Durchgang die Nerven, als Williams die Initiative ergriff. Zwei Satzbälle wehrte sie bei eigenem Aufschlag ab und verwertete wenig später selbst ihre zweite Chance.

"Das war einer der besten ersten Sätze, die ich je in einem Wimbledonfinale gesehen habe", schwärmte der dreimalige Titelträger Boris Becker. Sehr hochklassig blieb es jedoch nicht. Während Muguruza das Tempo hochhielt, brach Williams ein.

Vor allem beim zweiten Aufschlag offenbarte die älteste Wimbledonfinalistin seit Navratilova 1994 Schwächen. "Ich hatte viele schöne Momente hier. Ich habe mein Bestes versucht. Ich glaube, es wird noch weitere Möglichkeiten für mich geben", sagte Williams.

Nicht auf dem Zettel

Muguruza war nach ihrem ersten großen Titel vor etwas mehr als einem Jahr in Roland Garros in ein Loch und anschließend aus den Top Ten gefallen. Kein einziges Finale hatte sie seitdem erreicht, und als auch noch ihr Trainer Sam Sumyk wegen der Schwangerschaft seiner Frau die Reise nach Wimbledon absagte, hatten nur noch wenige Experten Muguruza auf dem Zettel. Nun dauerte das Finale nur 77 Minuten.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Samstag, 15.07.17, 22.50 Uhr

red/sid/dpa | Stand: 15.07.2017, 16:30

Darstellung: