Fed-Cup - Lottner sorgt für den Ausgleich

Antonia Lottner nach dem Sieg gegen Aliaksandra Sasnovich

Spiel in Weißrussland

Fed-Cup - Lottner sorgt für den Ausgleich

Einstand nach Maß: Debütantin Antonia Lottner hat dem stark ersatzgeschwächten deutschen Tennis-Fed-Cup-Team in Weißrussland den Ausgleich beschert.

Die 21-Jährige gewann überraschend gegen die weißrussische Spitzenspielerin Alexandra Sasnowitsch 7:5, 6:4 und glich damit zum 1:1 aus. "Ich bin super glücklich und stolz, dass ich bei meinem ersten Auftritt direkt den Sieg geholt habe und meinem Team helfen konnte", sagte Lottner: "Ich war super nervös und hatte einen Puls von 200 oder so. Ich habe mich einfach aufs Atmen konzentriert und Punkt für Punkt gespielt."

Maria unterliegt Sabalenka

Zum Auftakt hatte Tatjana Maria, in Abwesenheit von Angelique Kerber und Julia Görges Deutschlands Nummer eins, gegen Arina Sabalenka 6:4, 1:6, 2:6 verloren. "Ich denke, ich habe ganz gut angefangen. Im dritten Satz war ich eigentlich ganz gut drin. Der Satz war enger, als es das Ergebnis aussagt", sagte Maria nach ihrer Niederlage: "Ich habe versucht, mein Spiel durchzumixen, das ist mir teilweise auch gut gelungen, aber sie hat sehr stark gespielt."

Ersten Matchball verwandelt

Doch weil Lottner die Nerven behielt, wog die Niederlage nicht so schwer. Die 20-Jährige ließ sich auch von der Kulisse in Minsk und einer Verletzungsunterbrechung der augenscheinlich angeschlagenen Sasnowitsch nicht verunsichern. Nach 1:37 Stunden verwandelte Lottner ihren ersten Matchball. Das deutsche Team hat somit weiter alle Chancen auf den Einzug ins Halbfinale. "Das war ein großartiges Match von Antonia", sagte Teamchef Jens Gerlach, der seine Spielerinnen immer wieder lautstark anfeuerte und taktisch herausragend eingestellt hatte: "Jetzt ist alles offen - und erst recht alles möglich."

Am Sonntag (11.02.18) benötigt Deutschland zwei weitere Siege, andernfalls muss die Auswahl des neuen Teamchefs Gerlach wie im Vorjahr in die Relegation. Den Auftakt macht ab 11.00 Uhr Maria gegen Sasnowitsch, anschließend trifft Lottner auf Sabalenka.

Grönefeld tritt im Doppel an

Für das Doppel nominierte Gerlach bei seinem Debüt auf der Bank die erfahrene Anna-Lena Grönefeld und die junge Anna-Lena Friedsam in ihrem ersten Match für Deutschland. Das Duo trifft auf Wera Lapko und Lidija Marozawa. Weißrussland, das im Vorjahr im Finale gegen die USA verloren hatte, tritt beim Duell mit Deutschland ebenfalls nicht in Bestbesetzung an. Die zweimalige Australian-Open-Siegerin und ehemalige Weltranglistenerste Wiktoria Asarenka ist am Wochenende in Minsk nicht dabei.

dpa/sid | Stand: 10.02.2018, 16:10

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