Kerber und Beck in Melbourne im Achtelfinale

Angelique Kerber

Australian Open, 3. Runde

Kerber und Beck in Melbourne im Achtelfinale

Angelique Kerber und Annika Beck stehen bei den Australian Open im Achtelfinale. Dort treffen sie im direkten Duell aufeinander.

Mit ihren Siegen sorgten die Beiden für die beste Melbourne-Bilanz der deutschen Frauen seit 1988. Die an Position sieben gesetzte Kerber zeigte beim 6:1, 6:3 in 57 Minuten gegen Madison Brengle aus den USA eine souveräne Leistung, Beck hatte sich zuvor mit 6:0, 6:4 gegen Laura Siegemund durchgesetzt.

Damit steht beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres erstmals seit 2011 auf jeden Fall eine Deutsche im Viertelfinale - denn Kerber und Beck treffen jetzt im direkten Duell aufeinander. Auch die ungesetzte Anna-Lena Friedsam hat die Chance, mit einem Überraschungscoup gegen die Polin Agnieszka Radwanska in die Runde der letzten Acht vorzustoßen.

"Jedes Spiel läuft es besser"

Kerber war nach ihrem Sieg im Eiltempo zufrieden. "Jedes Spiel läuft es besser. Ich hatte heute vom ersten Ballwechsel an meinen Rhythmus", sagte die Linkshänderin, die erstmals seit Juli 2014 wieder in der Runde der letzten 16 bei einem Grand-Slam-Turnier steht. Auch Beck war nach ihrem "Riesenerfolg" glücklich: "Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Aber eigentlich kann ich es noch gar nicht glauben", sagte die 21-Jährige, die gegen Siegemund die ersten neun Spiele gewann: "Bis dahin habe ich ein perfektes Match gespielt und hatte einen Tunnelblick." Beck zeigte auf Showcourt 2 zunächst eine hochkonzentrierte Leistung und gab erst das zehnte Spiel ab.

Siegemund enttäuscht

"Ich habe es nicht hinbekommen, meine Strategie umzusetzen. Das ist unerklärlich und darf nicht passieren", sagte Siegemund. Die 27 Jahre alte Psychologie-Studentin nahm sich nach dem Fehlstart eine medizinische Auszeit wegen Rückenbeschwerden und kam in der Folge besser ins Spiel. Das letztlich entscheidende Break gelang Beck dann zum 5:4. Die Bonnerin hatte zuvor noch nie im Achtelfinale eines Major-Turnieres gestanden. "Damit hatte ich im Vorfeld auch nicht gerechnet", meinte Beck und fügte mit Blick auf das Duell mit Kerber an: "Jetzt bin ich im nächsten Match auf jeden Fall nicht die Favoritin."

Favoritinnen-Sterben geht weiter

Doch die Favoritinnen haben es in Melbourne schwer. So verpasste die Weltranglistendritte Garbine Muguruza aus Spanien durch ein 3:6, 2:6 gegen Barbora Strycova aus Tschechien überraschend das Achtelfinale. Vor der Runde der letzten 16 ist damit bereits ein Quintett aus den Top Ten der Setzliste nicht mehr mit dabei. Auch Karolina Pliskova aus Tschechien (Nr. 9) schied aus - gegen die Russin Jekaterina Makarowa (3:6, 2:6). Zuvor waren Topspielerinnen wie Simona Halep (Rumänien/Nr. 2) und Petra Kvitova (Tschechien/Nr. 6) auf der Strecke geblieben. Insgesamt scheiterten in der ersten Runde zwölf gesetzte Spielerinnen - in der zweiten Runde kamen weitere sechs Profis aus dem erlauchten Kreis dazu.

sid/dpa/red | Stand: 23.01.2016, 07:00

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