Kerber gewinnt Achtelfinale gegen Beck

Angelique Kerber im Match gegen Annika Beck

Achtelfinale bei den Australian Open

Kerber gewinnt Achtelfinale gegen Beck

Angelique Kerber steht nach einem Sieg gegen Annika Beck im Viertelfinale der Australian Open und muss dort gegen Wiktoria Asarenka antreten - und die Bilanz gegen die Weißrussin spricht eine deutliche Sprache.

Die an Position sieben gesetzte Kerber gewann mit 6:4, 6:0 gegen die Weltranglisten-55. Annika Beck. "Es war ein hartes Match, der erste Satz war wirklich eng. Ich hatte zu viele Gedanken im Kopf und konnte erst im zweiten Durchgang loslassen und befreit aufspielen", sagte Kerber. Nach 1:28 Stunden verwandelte Kerber ihren zweiten Matchball und beendete ihre schwarze Serie bei Grand-Slam-Turnieren. Zuletzt hatte die Linkshänderin im Juli 2014 (Wimbledon) in der Runde der letzten Acht gestanden.

Bilanz gegen Asarenka: sechs Matches, sechs Niederlagen

Im Viertelfinale trifft Kerber am Mittwoch (27.01.2016) auf die zweimalige Melbourne-Siegerin Wiktoria Asarenka aus Weißrussland, die Barbora Strycova aus Tschechien mit 6:2, 6:4 ausschaltete. Gegen die frühere Nummer eins der Welt hat Kerber bislang sämtliche sechs Vergleiche verloren - zuletzt vor gut zwei Wochen im Finale von Brisbane (3:6, 1:6). "Aber alles startet wieder bei Null, die Reise ist noch nicht beendet. Ich gehe da raus, um zu gewinnen", sagte Kerber.

Die Enttäuschung von Beck hielt sich nach ihrem bislang besten Abschneiden bei einem Grand-Slam-Turnier offenbar in Grenzen. "Für mich war das ein Riesen-Turnier. Es geht jetzt darum, die positiven Sachen rauszuziehen", sagte die 21-Jährige, die Kerber ein Lob aussprach: "Angie hat gezeigt, warum sie in den Top Ten steht und dort auch hingehört."

Kerber zunächst spürbar nervös

Allerdings war Kerber im ersten Satz die Nervosität anzumerken, die Rolle der Favoritin erwies sich für die Fed-Cup-Spielerin als Last. Immer wieder überließ sie Beck die Initiative. Drei Mal musste Kerber ihren Aufschlag abgeben, ehe ihr das vorentscheidende Break zum 5:4 gelang. In der Folge wurde sie ihrer Favoritenrolle dann aber gerecht und gestattete Beck im zweiten Satz nur noch elf Punkte.

Damit hat Kerber jetzt bei allen Grand-Slam-Turnieren mindestens schon einmal das Viertelfinale erreicht. Bei den US Open (2011) und in Wimbledon (2012) hatte sie sogar im Halbfinale gestanden. Vor Kerber war Andrea Petkovic 2011 die bislang letzte deutsche Spielerin gewesen, die bei den Australian Open ins Viertelfinale eingezogen war. Die Darmstädterin scheiterte damals an der Chinesin Li Na, die später das Endspiel gegen Kim Clijsters aus Belgien verlor.

Konta und Zhang überraschen

Überraschend hat auch die Engländerin Johanna Konta das Viertelfinale erreicht. Die 24-Jährige setzte sich Melbourne gegen die an Nummer 21 gesetzte Russin Jekaterina Makarowa mit 4:6, 6:4, 8:6 durch. Konta ist die erste Britin seit Jo Durie 1983, die Down Under das Viertelfinale erreicht hat.

Sie trifft dort auf die Chinesin Zhang Shuai, die in ihrem Match für eine Sensation sorgte. Die Nummer 133 der Weltrangliste besiegte die letztjährige Halbfinalistin Madison Keys (USA/Nr. 15) mit 3:6, 6:3, 6:3 und zog als erste Qualifikatin seit 26 Jahren ins Viertelfinale von Melbourne ein. Zhang hatte bei ihren vorherigen 14 Hauptrunden-Auftritten bei Major-Turnieren keinen einzigen Satz gewinnen können.

Wawrinka gescheitert

Der Weltranglisten-Vierte Stan Wawrinka ist derweil ausgeschieden. Der Schweizer verlor gegen Milos Raonic aus Kanada mit 4:6, 3:6, 7:5, 6:4, 3:6. Wawrinka musste sich nach 3:44 Stunden geschlagen geben. Raonic trifft nun auf den Franzosen Gael Monfils, der Andrej Kusnezow aus Russland ausschaltete. Gegen Wawrinka gelangen dem starken Aufschläger Raonic 24 Asse.

Murray ohne Probleme

Andy Murray zog ohne größere Probleme in die Runde der letzten Acht ein. Der an Nummer zwei gesetzte Schotte setzte sich in exakt zweieinhalb Stunden gegen Bernard Tomic mit 6:4, 6:4, 7:6 durch. Murray blieb damit auch im vierten Aufeinandertreffen mit dem Australier ohne Satzverlust.

sid/dpa/red | Stand: 25.01.2016, 11:52

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