Görges scheitert trotz starker Vorstellung
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Achtelfinale der Australian Open
Görges scheitert trotz starker Vorstellung
Die Australian Open werden aus deutscher Sicht immer mehr zu einer Enttäuschung. Am Sonntag (20.01.13) schied nach der deutschen Nummer eins Angelique Kerber mit Julia Görges auch die letzte deutsche Teilnehmerin aus.
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Görges musste sich der an Nummer sechs gesetzten einstigen French-Open-Siegerin Li Na (China) trotz einer zeitweise starken Vorstellung mit 6:7 (6:8) und 1:6 geschlagen geben. Die Fed-Cup-Spielerin aus Bad Oldesloe, in Melbourne an Position 18 gesetzt, vergab im Tiebreak des ersten Durchgangs einen Satzball, als sie den Ball aus zwei Metern Entfernung mit der Rückhand ins Netz spielte.
Die 24-jährige Görges lag gegen Li Na im ersten Satz bereits mit 1:4 zurück, zeigte dann aber ihr Kämpferherz. Nach ihrem Fauxpas im Tiebreak musste die Stuttgart-Siegerin von 2011 den ersten Durchgang nach 54 Minuten abgeben. "Dieser Punkt hat mir das Genick gebrochen. Es hätte einen großen Unterschied gemacht, wenn ich den ersten Satz gewonnen hätte", sagte sie. Direkt danach kassierte Görges zwei Breaks.
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Bilder vom siebten Tag in Melbourne
Die schönsten Bilder vom siebten Tag der Australian Open.
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Kerber verpasst Duell mit Scharapowa
Kerber verlor in Melbourne gegen die an Position 19 gesetzte Russin Jekaterina Makarowa mit 5:7 und 4:6 und verpasste damit ein mögliches Duell gegen Maria Scharapowa, die Nummer zwei der Tennis-Weltrangliste. Wegen ihrer Rückenbeschwerden will sich Kerber spätestens nach ihrer Rückkehr nach Deutschland eingehend untersuchen lassen.
"Ich habe es vor zwei, drei Tagen zum ersten Mal gespürt. Vor allem beim Aufschlag und wenn ich in die Ecken musste, hat es mich schon behindert", sagte Kerber nach der Partie enttäuscht. Mitte des zweiten Satzes ließ die 25-Jährige deshalb die Physiotherapeutin auf den Platz kommen und nahm eine medizinische Auszeit. Die Behandlung half aber nicht. Nach 1:32 Stunden musste sich die 25-Jährige bei ihrer ersten Achtelfinal-Teilnahme in Melbourne geschlagen geben.
Zwei Breakbälle vergeben
Allerdings wollte Kerber die Niederlage nicht allein auf die Verletzung schieben. "Sie hat gut gespielt und fast alles getroffen. Ich habe dagegen viel zu spät ins Spiel gefunden." Vor allem im zweiten Satz hatte Kerber mehrmals die Chance, der Partie doch noch eine Wendung zu geben. Beim Stand von 4:4 vergab sie zwei Breakbälle und musste stattdessen kurz darauf selbst ihr Service abgeben. Mit einem Ass beendete die Russin, die im vergangenen Jahr in der dritten Runde Serena Williams ausgeschaltete hatte, die Partie.
Kerber will nach der Enttäuschung zumindest alles dafür tun, um für die Fed-Cup-Partie in Frankreich am zweiten Februar-Wochenende wieder fit zu sein. "Ich kann jetzt noch nichts genaues zur Verletzung sagen, hoffe aber, dass ich in Frankreich spielen kann", sagte die Nummer fünf der Welt. Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner zeigte sich "besorgt" über die Verletzung ihrer Spitzenspielerin. "Vielleicht ist es aber auch nur eine Ermüdungserscheinung", sagte Rittner. Sie muss in Frankreich bereits auf die verletzte Andrea Petkovic verzichten.
Scharapowa und Federer ohne Probleme
Bei dem mit 31,1 Millionen Dollar dotierten "Happy Slam" waren 14 deutsche Profis an den Start gegangen. Philipp Kohlschreiber war am Samstag als letzter deutscher Spieler in der dritten Runde des Herreneinzels gescheitert. Der 29-Jährige aus Augsburg hatte beim 6:7 (4:7), 3:6, 4:6 gegen den Aufschlagspezialisten Milos Raonic (Kanada) wenig Chancen.
Die Turnierfavoriten gaben sich beim Gute-Laune-Slam in Melbourne bislang keine Blöße. French-Open-Siegerin Maria Scharapowa gab auf ihrem Weg ins Viertelfinale bislang insgesamt nur fünf Spiele ab. Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer entzauberte die australische Hoffnung Bernard Tomic mit 6:4, 7:6 (7:5), 6:1.
dpa/sid | Stand: 20.01.2013, 11:46