Hausding und Feck nur auf Rang vier

Schwimm-Weltmeisterschaften in Barcelona

Hausding und Feck nur auf Rang vier

Das deutsche Duo verpasst beim Synchronspringen vom 3-m-Brett eine Medaille - Angela Maurer dagegen holt im Freischwimmen überraschend Bronze.

Der Fehler kam im vierten Durchgang: Nach einem verpatzten dreieinhalbfachen Delfinsalto von Patrick Hausding waren die Medaillenchancen von Hausding und seinem Partner Stephan Feck im Synchron-Wettbewerb vom 3-m-Brett dahin. Nach einer Steigerung im letzten Durchgang belegten die Vize-Europameister bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Barcelona am Dienstag (23.07.12) immerhin noch den undankbaren vierten Platz. Gold sicherten sich sich die überragenden Chinesen Qin Kai/He Chong vor den Russen Jewgeni Kusnezow/Ilja Sacharow und den Mexikanern Jahir Ocampo/Rommel Pacheco.

"Das war ein Wettkampf, wo mehr möglich war. Ich habe einen Fehler gemacht", entschuldigte sich Hausding. Womöglich fehlte bei ihm nach seinem überraschenden WM-Titel am Sonntag mit Sascha Klein (Dresden) das letzte Prozent Spannung. Nach dem Vorkampf hatte der achtmalige Europameister über leichte Konzentrationsmängel geklagt, er sei "etwas zu locker" gewesen und habe "gar kein Muffensausen" gehabt. Chance zur Wiedergutmachung hat der Berliner nun noch im Einzelwettbewerb, wo er vom Turm und vom 3-m-Brett an den Start geht.

Maurer: "Bin einfach super happy"

Angela Maurer schwimmt

Angela Maurer

Angela Maurer dagegen hat überraschend die Bronzemedaille gewonnen. Die zweimalige Freiwasser-Weltmeisterin aus Mainz schlug im Yachthafen Port Vell über die olympischen zehn Kilometer mit einer Sekunde Rückstand auf die Brasilianerin Poliana Okimoto Cintra als Dritte an. Silber ging an die 5-km-Weltmeisterin Ana Marcela Cunha (Brasilien).

"Das ist absolut überraschend, damit hat keiner gerechnet, ich am allerwenigsten", sagte Maurer, die sich schon vier Tage vor ihrem 38. Geburtstag das schönste Geschenk machte: "Ich habe versucht, immer vorne mitzuschwimmen. Auf den letzten 500 Metern wusste ich, es kann für eine Medaille reichen. Ich bin einfach super happy." Mit ihrer zehnten WM-Medaille zog Maurer mit Britta Kamrau gleich, die zwischen 2002 und 2007 ebenfalls zehnmal Edelmetall bei Weltmeisterschaften gewann.

Ihre bis dahin letzte WM-Medaille über die olympischen zehn Kilometer hatte die Polizistin vor zehn Jahren ebenfalls in Barcelona gewonnen. Nummer elf soll am Samstag (8.15 Uhr) über 25 Kilometer folgen - an ihrem Geburtstag. Auf ihrer Paradestrecke triumphierte sie bei den Weltmeisterschaften 2006 und 2009, vor zwei Jahren in Shanghai holte sie Silber.

Achtungserfolg für Purzel

Einen Achtungserfolg feierte Wasser-Springerin Tina Punzel. Die 17-jährige Schülerin landete vom 1-m-Brett auf dem sechsten Platz. Beendet ist die WM für die deutschen Synchronschwimmerinnen. Im Vorkampf der Freien Kür kam das Duett Inken Jeske und Edith Zeppenfeld auf den 18. Platz und erreichte wie erwartet das Finale nicht.

sid/dpa/stei | Stand: 23.07.2013, 19:19