Schwimm-WM - Deutsche bleiben ohne Medaille

Freiwasserschwimmer

Im Freiwasser

Schwimm-WM - Deutsche bleiben ohne Medaille

Die deutschen Freiwasserschwimmer haben bei der WM in Ungarn erneut eine Medaille verpasst - genau wie Wasserspringer Patrick Hausding.

Die EM-Sechste Finnia Wunram schlug im Plattensee vor Balatonfüred am Sonntag (16.07.2017) über zehn Kilometer nach 2:00:26,10 Stunden als Siebte an. Ex-Weltmeisterin Angela Maurer kam auf Rang 14. Das zweite WM-Gold im Balaton ging an Titelverteidigerin Aurelie Muller aus Frankreich vor Samantha Arevalo aus Ecuador. Den dritten Platz teilten sich die Brasilianerin Ana Marcela Cunha und die Italienerin Arianna Bridi.

8,9 Sekunden fehlten

"Ich wollte unbedingt unter die Top 10", sagte die 21-Jährige Wunram, der nur 8,9 Sekunden zu Bronze fehlten. Die WM-Dritte von 2015 über fünf Kilometer hat die Olympischen Spiele 2020 im Blick: "Das gibt Selbstbewusstsein, es zeigt, dass ich das Zeug habe, auch auf zehn Kilometern international weit vorne zu sein."

Schwimm-WM: Deutsche Athleten ohne Chance

Sportschau | 14.07.2017 | 01:05 Min.

Vor zwei Jahren noch vier Medaillen

Zum Auftakt hatten die WM-Debütanten Marcus Herwig und Ruwen Straub über die halbe Distanz die Plätze 26 und 28 belegt. Vor zwei Jahren in Kasan hatten die deutschen Langstreckenschwimmer noch vier WM-Medaillen gewonnen.

Die größte Chance auf Edelmetall hat noch die Staffel über 4x1,25 Kilometer. Zudem will Wunram ihren Bronze-Erfolg von 2015 über fünf Kilometer wiederholen: "Vielleicht springt wieder eine Medaille heraus." Die 41-jährige Maurer spekuliert wie vor zwei Jahren auf Edelmetall über 25 Kilometer. "Sie war über zehn besser als in Kasan. Ich würde sie nicht abschreiben", sagte Bundestrainer Stefan Lurz. In Kasan hatte die zweimalige Weltmeisterin Bronze gewonnen.

Wassen-Schwestern scheitern

Christina und Elena Wassen haben derweil das Finale im Zehn-Meter-Synchronspringen verpasst. Das Geschwisterpaar beendete den Vorkampf mit 257,94 Punkten auf Rang 15. Ein Fehler beim vorletzten Sprung, dem gehechteten zweieinhalbfachen Rückwärtssalto, machte die Finalhoffnungen zunichte. Zuvor hatten die beiden Wasserspringerinnen auf Rang sieben gelegen. Zwölf Paare qualifizieren sich für das Finale.

Hausding knapp an Edelmetall vorbei

Wasserspringer Patrick Hausding verfehlte ebenfalls das Podest - und das schon zum zweiten Mal. Nur fünf Punkte fehlten dem Rekord-Europameister im WM-Finale vom 1-m-Brett zu Bronze, der Berliner musste im Finaldurchgang den Italiener Giovanni Tocci noch auf den dritten Platz vorbeiziehen lassen. Gold und Silber gingen wie erwartet an die beiden Chinesen Peng Jianfeng und He Chao. "Das ist natürlich etwas traurig, aber es ist nur meine Nebendisziplin", sagte Hausding: "Mein Fokus liegt hier ganz klar auf dem Turm-Synchronspringen."

Bereits 21 Stunden zuvor hatte Hausding zusammen mit Stephan Feck im 3-m-Synchronspringen als Fünfter um knapp 15 Zähler Edelmetall verpasst.

Patrick Hausding: "Vielleicht sind Wasserspringer cooler"

Sportschau | 14.07.2017 | 01:58 Min.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Sonntag, 16.7., 22.50 Uhr

sid/dpa | Stand: 16.07.2017, 13:00

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