Steffen im Finale - Staffel mit Bronze

Britta Steffen

Kurzbahn-WM der Schwimmer in Istanbul

Steffen im Finale - Staffel mit Bronze

Britta Steffen und Daniela Schreiber sind bei der Kurzbahn-WM in Istanbul ins Finale über 100 Meter Freistil eingezogen. Die deutschen Männer holten Bronze.

Steffen erreichte über 100 m Freistil in 53,09 Sekunden als Vorlaufzweite das Finale am Freitagabend. Auch Steffens Teamkollegin Daniela Schreiber qualifizierte sich auf Rang fünf (53,41) für den Endlauf der acht besten Athletinnen.

Mit ihrer Zeit war Steffen, die in dieser Saison schon sieben Zehntelsekunden schneller gewesen war, gar nicht zufrieden. "53,0 - das ist nix. Da muss ich im Finale noch zulegen", sagte die zweimalige Weltmeisterin und erklärte: "Mir fehlt ein wenig Motivation, wenn ich im Semifinale gut unterwegs bin. Dann will ich nicht alle Karten auf den Tisch legen."

Auch Schreiber hadert mit ihrer Zeit

WM-Gold auf der 25-m-Bahn sei für Steffen, die in diesem Jahr erstmals die komplette Kurzbahnsaison absolviert, auch eine Kraftfrage: "Zehn Wettkämpfe in zehn Wochen, so viele hatte ich früher nicht in einem Jahr. Das ist schon Raubbau, es zerrt ganz schön und ist mühselig."

Auch Schreiber haderte mit ihrer Zeit, war aber mit dem Finaleinzug dennoch zufrieden. "Seit dem ersten Tag habe ich hier starke Luftprobleme, was durch mein Asthma noch verstärkt wird", sagte Schreiber.

Staffel mit deutschem Rekord

Mehr Grund zum Jubeln hatten die deutschen Männer. Die Freistil-Staffel über 4 x 200 Meter gewann die Bronzemedaille. Paul Biedermann, Dimitri Colupaev, Christoph Fildebrandt und Yannick Lebherz schwammen am Donnerstag (13.12.2012) in 6:53,22 Minuten deutschen Rekord. Es war die erste deutsche Staffel-Medaille bei einer Kurzbahn-WM seit zwölf Jahren. Das Rennen am Bosporus gewannen die USA vor Australien.

"Wir sind sehr glücklich mit Bronze, das ist mehr, als wir erwartet haben. Jeder hat im Vergleich zum Vorlauf nochmal etwas draufgepackt", sagte Biedermann: "Diese Staffel hat Potenzial und kann es auch ausschöpfen."

Diener setzt gute Leistungen fort

Christian Diener setzte seine guten Leistungen auch im Finale über 100 Meter Rücken fort. Der 19-Jährige aus Cottbus schwamm in 51,27 Sekunden auf Platz acht. Diener ging das Rennen mutig an, am Ende fehlte ihm dann aber doch etwas die Kraft. Er verpasste seine persönliche Bestzeit aus dem Halbfinale von 51,06.

Zweite Rekordzeit von Meilutyte

Ihren zweiten Kurzbahn-Europarekord stellte die Litauerin Ruta Meilutyte auf. Die erst 15-Jährige, die bei Olympia in London Gold über 100 m Brust gewonnen hatte, gewann in der Sinan Erdem Arena das Finale über 50 m Brust in 29,44 Sekunden. Damit blieb Meilutyte nochmals sieben Hundertstelsekunden unter ihrer am Mittwoch im Halbfinale erzielten Bestmarke.

sid/dpa | Stand: 13.12.2012, 20:20

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