Stute Danedream siegt in Ascot

Fotofinish: Danedream (rechts) gewinnt in Ascot

Galopprennen

Stute Danedream siegt in Ascot

So knapp, dass das Zielfoto entscheiden musste: Die deutsche Stute Danedream hat auf der königlichen Rennbahn in Ascot eines der bedeutendsten Galopprennen der Welt gewonnen.

Mit einem knappen Vorsprung sicherte sie sich unter Jockey Andrasch Starke den Sieg in den "King George VI and Queen Elizabeth Stakes"und schaffte damit zum zweiten Mal nach ihrem Sieg im Prix de l'Arc de Triomphe im vergangenen Oktober in Paris einen sensationellen Sieg in einem Großereignis des Rennsports.

Nach einem Glanzritt von Jockey Starke war Danedream in Ascot erst nach der Auswertung des Zielfotos die gefeierte Siegerin. Mit einer Nasenlänge Vorsprung hatte sie den von William Buick gerittenen Nathaniel auf Rang zwei verwiesen. Dritter wurde St. Nicholas Abbey mit Joseph O'Brien. Die als 100:10-Außenseiterin gestartete Danedream ließ damit zwei der Favoriten hinter sich.

Wo Englands Upper Class dem Pferdesport frönt

Die königliche Rennbahn von Ascot ist das britische Mekka für Pferdesportfans. Am Samstag findet dort eines der bedeutendsten Galopprennen der Welt statt. Beim "King George VI and Queen Elizabeth Stakes" geht auch Danedream, Deutschlands bestes Galopprennpferd, an den Start.

Brown Panther, Sieger beim Royal Ascot von 2011

Beim Namen Ascot schnalzen Pferdesportfans mit der Zunge. Der Racecourse in der Grafschaft Berkshire südlich von Windsor ist eine der berühmtesten Rennstrecken der Welt. Am Samstag (21.07.2012) wird dort die "King George VI and Queen Elizabeth Stakes" ausgetragen, eines der bedeutendsten Galopprennen im Pferdesport. Gesellschaftlich ist Ascot der Treffpunkt der britischen Upper Class. Fußballer Michael Owen (3.v.r.) präsentierte 2011 stolz seine Stute "Brown Panther". Sein Outfit ist aber nicht ganz formvollendet. Zum "Morning Dress" der Herren gehört neben dem Cutaway eben auch ein Zylinder, wie ihn der Herr ganz rechts trägt.

Beim Namen Ascot schnalzen Pferdesportfans mit der Zunge. Der Racecourse in der Grafschaft Berkshire südlich von Windsor ist eine der berühmtesten Rennstrecken der Welt. Am Samstag (21.07.2012) wird dort die "King George VI and Queen Elizabeth Stakes" ausgetragen, eines der bedeutendsten Galopprennen im Pferdesport. Gesellschaftlich ist Ascot der Treffpunkt der britischen Upper Class. Fußballer Michael Owen (3.v.r.) präsentierte 2011 stolz seine Stute "Brown Panther". Sein Outfit ist aber nicht ganz formvollendet. Zum "Morning Dress" der Herren gehört neben dem Cutaway eben auch ein Zylinder, wie ihn der Herr ganz rechts trägt.

Seit dem 11. August 1711 werden in Ascot Pferderennen ausgetragen, seit 1951 auch die "King George VI and Queen Elizabeth Stakes". Dieses Galopprennen, das alljährlich Ende Juli stattfindet, darf nicht verwechselt werden mit der noch bedeutenderen Royal-Ascot-Rennwoche, die stets Mitte Juni über die Bühne geht.

Bei der diesjährigen "King George VI and Queen Elizabeth Stakes" wird auch Deutschlands bestes Galopprennpferd Danedream mit Jockey Andrasch Starke an den Start gehen. Insgesamt bestreiten zehn Pferde aus England, Irland, Frankreich, Japan und eben Deutschland das Rennen. Der Besitzer des Siegers kassiert eine Prämie von umgerechnet 650.000 Euro.

Danedream aus dem Stall des Kölner Trainers Peter Schiergen hatte 2011 den Prix de l'Arc de Triomphe in Paris gewonnen, das wichtigste Galopp-Ereignis der Welt. In dieser Saison musste die Stute nach einem standesgemäßen Sieg in Baden-Baden vor vier Wochen eine überraschend klare Niederlage in Paris hinnehmen. Beim Grand Prix de Saint Cloud wurde sie nur Vierte und damit Letzte in dem kleinen Starterfeld.

Modern und mit allem Komfort: Die relativ neue Tribüne der Rennbahn von Ascot wurde im Jahr 2006 von Königin Elizabeth II. höchstpersönlich eröffnet.

Die Namensgeber des Galopprennens: Queen Elizabeth und King George VI., die Eltern der amtierenden englischen Königin Elizabeth II., 1947 im offenen Landauer in Ascot. Bis heute gehört die Rennbahn zum Eigentum der Krone.

Ein Besuch in Ascot ist immer auch ein gesellschaftliches Ereignis unter dem Motto "Sehen und gesehen werden". Vornehmheit ist Pflicht: In Ascot werden Zehntausende Flaschen Champagner und Wein verköstigt, ebenso tonnenweise Lachs und Erdbeeren.

Da gibt es keinen Spielraum für Kompromisse: Englische Ladys, die etwas auf sich halten, erscheinen in Ascot buchstäblich "wohlbehütet". Mit ihrem "Beinkleid" hätten diese Damen in früheren Tagen allerdings Probleme gehabt. Der Dresscode verlangte von ihnen "respektable" Bekleidung.

Sie liebt nicht nur ihre Corgys, sondern auch Pferdesport: Queen Elizabeth II. 1954, zwei Jahre nach ihrer Krönung, spazierte sie mit dem Duke of Norfolk im Regen über die Rennbahn von Ascot.

Die "King George VI and Queen Elizabeth Stakes" am Samstag gehen über eine Distanz von exakt 2.414 Metern. Die dreieckige Kursführung ähnelt der Düsseldorfer Galopprennbahn Grafenberg. Danedream gilt als vierte Favoritin. Die besten Chancen auf den Sieg werden St. Nicholas Abbey zugebilligt. Doch ganz egal, wer das Rennen macht: Ascot wird nicht nur im Vereinten Königreich wieder für jede Menge Gesprächsstoff sorgen.

Mehr als drei Millionen Preisgeld

Mit ihrem Erfolg hat Danedream weitere rund 721.000 Euro verdient und ist mit mittlerweile 3,6 Millionen Euro Preisgeld das gewinnreichste deutsche Rennpferd. Trainiert wird die Stute von Peter Schiergen in Köln. Das Gestüt Burg Eberstein der Familie Volz aus dem badischen Achern und der Japaner Teruya Yoshida sind ihre Besitzer.

dpa | Stand: 21.07.2012, 18:36

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